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10 Plagen; Exodus 1-12

22. Dezember 2016

Die Zehn Plagen über Ägypten

Die ‚Zehn Plagen‘ über ‚Ägypten‘, bzw. genauer: die ‚Zehn Schläge‘ gegen das von ‚Pharao‘ regierte ‚Eretz Mitzrajim‘ ergeben sich als Konsequenz der ‚Hartherzigkeit‘ jenes regierenden Pharaos, das Volk des Ewigen namens ‚Israel‘ aus der Sklaverei zu entlassen, in welcher Israel sinnlose Arbeit für jenen weltlichen Herrn zu verrichten hat: Israel muss namentlich ‚Ziegel‘ herstellen und daraus ‚Vorratsstädte‘ bauen.

Diese Grundsituation lässt sich demnach folgendermaßen umreißen, um sie dann ‚übersetzend‘ ins jeweilig eigene Seelische übertragen zu können:

‚Pharao‘ herrscht über das ‚Land‘ von ‚Ägypten‘ und zwingt ‚Israel‘ zu der (für Israel selbst völlig sinnlosen) ‚Arbeit‘, aus ‚Ziegeln‘ ihm ‚Vorratsstädte‘ zu errichten.

‚Pharao‘, Ph-R-Ay-H, lässt sich in verschiedener Weise entschlüsseln: oberflächlich bedeutet das Wort (bzw. die Wurzel) ‚Zügellos(igkeit)‘ (vgl. etwa die Stelle mit dem goldenen Kalb, wo Moscheh das Volk als ‚zügellos‘ erkennen muss, weil Aharon es ‚zügellos gemacht hatte‘; 2. Mose 32,35). Als Zusammenziehung aus Ph-R(-A) (Frucht) und R-Ay(-H) verstanden bedeutet es ‚hin zur Frucht des Bösen‘, bzw. ‚Frucht der Bosheit‘ (je nach dem, ob als R-Ay, ‚böse; Böser‘ mit -H-Lokale-Suffix verstanden oder als R-Ay-H, ‚Bosheit‘ ohne H-Lokale). Betrachtet man das anfängliche Phe als Abkürzung für das gleichlautende Wort Ph-J, ‚Mund; Befehl‘, so ergibt sich ‚Mund der Bosheit‘ oder ‚Befehl der Bosheit‘, bzw. wiederum das Heh als H-Lokale verstanden ‚hin zum Mund/Befehl des Bösen [strebend(es)]‚. Und noch eine weitere Möglichkeit der Deutung würde das ‚Böse‘, R-Ay, in der Mitte des Wortes als ‚eingebettet in P-H (Mund)‘ betrachten, also die vier Lettern zusammen als ‚Böses in dem Mund drin‘ verstehen.

Dieser ‚Pharao‘ also, der ‚Zügellose‘, der sein Volk ‚entzügelt‘, dem ‚das Böse im Munde (ver-)steckt( ist)‘, der selbst ein einziger ‚Mund und Befehl der Bosheit‘ ist, immerzu ‚zum Befehl des Bösen hin strebend‘, ist schlichtweg (eine) ‚Frucht der Bosheit‘ und dazu noch ‚zur Frucht des Bösen hinstrebend‘.

Das ‚Land‘ von ‚Ägypten‘, A-R-Tz M-Tz-R-J-M, lässt sich ebenfalls auf verschiedene Weisen deuten: Zunächst ist es freilich einfach das ‚Land Ägypten‘ südwestlich vom ‚Gelobten Land‘, also ‚mittags- bis abendseitig‘ von selbigem gelegen. Aber das ‚Land‘ ist immer auch die ‚Erde‘ insgesamt, und, nicht zu übersehen!, es ist auch das ‚ich will‘. Ägypten nun, M-Tz-R-J-M, kann als besonders vielerlei übersetzt werden: ‚die (vielen oder beiden) Bedränger‘, ‚von den (vielen oder beiden) Felsen her (stammend)‘, ‚aus den (vielen oder beiden) Bedrängnissen (heraus)‘, oder wie es Alfred Liebezahl gelegentlich übersetzt: ‚das Kollektiv der beidseitig in der Form eingeschlossenen‘. Zudem kann jede J-M-Endung neben ihrer Bedeutung als Plural-/Dual-Suffix auch als ‚Meer‘ begriffen werden, wodurch obige Übersetzungsmöglichkeiten entsprechend modifiziert werden: ‚(ein/der) Bedränger des Meeres‘, ‚vom Felsen des Meeres her‘, ‚aus der Bedrängnis des Meeres‘.

Das ‚Land Ägypten‘ also ist auch das ‚ich-will‘, der Ego-Wille des ‚Kollektivs der beidseitig in der Form eingeschlossenen‘, die außerdem ‚die vielen/beiden Bedränger‘ sind und gleichzeitig ‚der eine Bedränger des Meeres‘, ’stammend aus Bedrängnissen‘ und ‚von den vielen/beiden Felsen her‘; und gleichzeitig kommen sie ‚aus der einen Bedrängnis des Meeres‘ und stammen ‚vom Felsen selbigen Meeres her‘.

‚Israel‘ ist J-Sch-R-A-L … und damit sehr vieldeutig: ‚es streitet (ein) Gott; er streitet mit Gott‘, ‚Fürst(in) der Gotteskraft‘, ‚Aufrechtes der Gottheit‘ sind einige der einfacheren Möglichkeiten. J-Sch kann aber auch allgemein ‚es gibt, es existiert‘ meinen, Sch-R ist der ‚Fürst‘, der ‚Oberste‘ oder auch der ‚Nabelstrang‘, und A-L deckt ein breites Spektrum ab von ‚Gott(heit)‘ über ‚Mächtiger‘, ‚Gewalt, Macht‘, selten scheinbar auch das abstrakte ‚Nichts‘ (siehe Hiob 24,25), bis wieder hin zur wirkenden ‚(Gottes-)Kraft‘; dadurch ergeben sich zum Beispiel Übersetzungen wie ‚es existiert ein Nabelstrang der Gottheit‘ oder ‚es gibt eine(n) Oberste(n) der Gotteskräfte‘.

‚Arbeit/Dienst‘, Ay-Bv-D, ist nicht nur die ‚Arbeit‘, sondern allgemein jeder ‚Dienst‘, jedes ‚Dienen‘; im produktiven, tugendhaften, positiven, wie auch im unergiebigen, erzwungenen, knechtischen Sinne. Auch der ‚Sklave, Diener, Knecht‘ wird gleich geschrieben. Eine mögliche Doppeldeutigkeit findet sich zudem in einer Zusammenziehung aus Ay-Bv (‚Dickicht, Dunkel‘; ‚Schwelle, Vordach‘) und Bv-D (‚Teil‘, ‚Glied‘, ‚Absonderung‘; ‚linnen, aus Leinen‘; ‚Lügen, Geschwätz‘), im Sinne etwa von ‚Dickicht des Lügens‘, ‚Dunkel einer Absonderung‘ oder auch ‚Schwelle aus Leinen‘.

‚Ziegel‘ im Plural, L-Bv-N-J-M, sind wörtlich auch ‚die Weißen‘ oder die ‚Geweißten, Weißgemachten‘. Auch können sie wieder in ihrer Identität zum Konstrukt ‚(ein) Ziegel des Meeres‘ beachtet werden. Grundsätzlich lohnt sich ein Blick in alle Bibelstellen, wo Ziegel erwähnt werden (siehe unter dem Stichwort ‚Ziegel‘ im Hauptteil dieses Lexikonprojekts): oft nämlich stehen Ziegel mit gotteswidrigem Schaffen/Vorhaben und/oder mit Versklavt-werden in Zusammenhang.

‚Vorratsstädte‘, Ay-R-J M-S-Kh-N-W-Th, sind (wie bereits von Alfred Liebezahl mindestens einmal angemerkt) schon von ihrer rein logischen Konzeption her etwas, das im Falle von nicht-vorhandenen Vorräten als zumindest ‚optimistische Risikoinvestition‘, gegebenenfalls aber auch drastisch als ‚Zukunftsillusionen‘ begriffen werden kann. Von den althebräischen Wurzelwörtern her handelt es sich um ‚Städte‘ (oder: Bewusstheiten/meine Bewusstheit) der ‚Sorgenden/Helfenden [Dinge]‘ oder der ‚Heruntergekommenen, Dürftigen‘. Möglich ist auch die Übersetzung als Zusammensetzung aus einem elativischen M-Präfix (‚von … her‘), der Wurzel S-Kh (‚Gedränge‘ oder ‚Hütte; Dickicht‘) und der Wurzel Kh-N (‚Richtigseiendes, Rechtes‘; ‚Ja(wohl); Solches‘), suffigiert mit dem (der Wurzel Kh-N eigentlich nicht typischen) weiblichen Plural W-Th: ‚vom Gedränge der Recht(e) her‘. Also insgesamt: ‚meine Bewusstheit vom Gedränge der Rechte her‘.

Wenn nun also die ‚Frucht der Bosheit‘ so hartherzig herrscht über den ‚Ego-Willen des ganzen in-der-Form-Eingeschlossenen, dass dabei das ‚Aufrechte der Gotteskraft‘ innerhalb dieses Eingeschlossenen auf einen solchen ‚(Gottes-)Dienst‘ beschränkt wird, der eigentlich nur ‚Dickicht und Dunkel einer (willkürlichen) Absonderung‘ ist und darin besteht, ‚Weiß(angestrichen)es‘ zu ‚Zukunftsillusionen‘ für besagte ‚Frucht der Bosheit‘ und ihren Ego-Willen zu bauen … dann beginnt etappenweise das ‚Ewig-existierende‘, seinen ‚Erstgeborenen‘, welcher ist das ‚Erst(geboren)e der Gotteskraft‘, durch harte ‚Schläge‘ gegen den ‚Ego-Willen‘ aus dieser Gefangenschaft und aus dem Frondienst zu befreien …

Die 10 Plagen/Schläge (M-Kh-W-Th) über das Land (A-R-Tz) Ägypten (M-Tz-R-J-M)

’10 aufeinander folgende (ggf. auch aufeinander aufbauende) Schläge gegen den Egowillen des beidseitig in der Form Eingeschlossenen‘

1. D-M: Blut; Stille; Gleichnis

piktographisch: ‚die Pforte des Wassers‘

2. Tz-Ph-R-D-Ay-J-M: Frösche; Hüpfer des Wissens des Meeres; Hüpfer allen Wissens;

piktographisch: ‚die Gerechtigkeit des Befehles des Hauptes der Pforte ist das Auge der Hand des Meeres‘

3. Kh-N-M: Mücke; ihr (pl.) Solches/Ja(wohl); ihr (pl.) Recht; ihr (pl.) Gestell/ihre Basis;

piktographisch: ‚ein Felsen lässt sprossen das Wasser‘

4. Ay-R-Bv: Vermischung; Abenddämmerung; Rabe; Pfand; Stechfliege; Bewusstheit der Vielheit; Bewusstheit des Schützen; Auge der Vielheit/Menge; Auge des Schützen

piktographisch: ‚das Auge ist das Haupt des Hauses‘

5. D-Bv-R: Wort; Pest; Seuche; ‚Bär des freien Feldes‘

piktographisch: ‚Pforte des Hauses des Hauptes‘

6. Sch-Ch-J-N A-Bv-Ay-Bv-Ay-Th Ph-R-Ch: ‚Geschwür der Wasserblasen, das aufbricht‘; ‚(ein) Geschwür (ist der) Vater des Dunkels der Zeit (und) ein Hervorsprossen‘

piktographisch: ‚der Zahn des Schreckens ist die Hand des Sprosses; die Herde des Hauses ist das Auge des Hauses und Auge des Beglaubigungszeichens; der Befehl des Hauptes ist erschütternd‘

7. Bv-R-D; Hagel; scheckig; durchs/im Stampfen

piktographisch: ‚das Haus des Hauptes ist eine Pforte‘

8. A-R-Bv-H: Heuschrecke(nheer); ich bin viel/Viele; Legion; Licht in ihr; Licht der Vielheit/Menge

piktographisch: ‚die Herde des Hauptes ist das Haus der Offenbarwerdung‘

9. Ch-Sch-Kh: Finsternis, Dunkelheit; Schonung

piktographisch: ‚der Schrecken des Zahnes des Felsens‘

10. M-Th Kh-L Bv-Kh-W-R: Tod aller Erstlinge; Tod/Leichnam des Ganzen im Schmelzofen

piktographisch: ‚das Wasser des Zeichens: eine handvoll Lehre; das Haus des Felsens ist ein Nagel des Hauptes‘

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