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‚Joh. 1-12‘ [nur als Ergänzung gedacht, in ständiger Überarbeitung]

14. September 2015

Die durch G*ttesgnade vermittelte Botschaft vom Guten – Erste Hälfte – als PDF-Datei

Erstes Gewahrwerden des G*ttesbeistands durch eine Gnade G*ttes

Aus den Urkräften heraus sprosste das (Geistes-)Wort, und dies Wort war [ursprünglich] bei dem [lebendigen] G*tt, und es war [selbst schöpferisch] von g*ttlichem Wesen.

Dies Wort (also) war als Erstgezeugtes gesprossen aus den Urkräften des einzigen Unerschaffenen hervor.

Alle (Schöpfungen) sind in diesem ([ursprünglichen, schöpferischen] Geistes-)Wort geboren, und außerhalb desselben ist nichts je gewesen, das [innerhalb der Zeitlichkeit] entstanden ist.

In diesem Geistes-Wort lag [alles Potential zum] Leben[ und Lebendigsein], und dieses Lebendigsein wurde das (innere) Licht der (Erden-)Menschen(, als der Weg zur Selbsterkenntnis).

Und das Licht scheint in der Finsternis[, es webt als das Lebendigsein in der Materie]; und die Finsternis [der Materie hat das Licht des Lebens nicht löschen können, die Finsternis] kann dem Licht (auch) niemals gleich werden( – sie weicht also stattdessen dem Licht).

Eingesetzt von G*tt her war der Erdenmensch, dessen innerstes Wesen die Gnade G*ttes ist. Diese (Gnade) kommt (in die Welt der Absonderung) zum Zeugnis, um von dem Licht zu zeugen, auf dass durch dieses Zeugnis (eines Tages) alle Schöpfung (auf den lebendigen G*tt) gelobe.

Die G*ttliche Gnade war nicht selbst das Licht, sondern dergestalt, dass ihre bloße Existenz von dem Licht zeugte.

Das war aber das wahrhaftige Licht, das – in die (geschaffene eigene) Ordnung hinein gelangend – jeden Erdenmenschen erleuchtet. Es war (stets) in d(ies)er (seiner eigenen) Ordnung, und diese Ordnung gestaltete sich (in ihrem zeitlichen Wandel) durch (di)es(es Licht) – doch die Ordnung war sich ihres eigenen Ursprungs (zunächst) nicht gewahr.

Dieses (Licht, als der Ursprung und Gestalter dieser Ordnung) kam (somit) in sein Eigenes(, das von ihm abstammt), doch dies Eigene (in seiner Vielgestaltigkeit) nahm (di)es(es Licht) nicht in die Gestaltung der eigenen Existenz auf(, indem es sich der absoluten Bedeutung dieses es werden-lassenden Lichts für sein relatives Sein gewahr wird).

So viele es aber (in dieser Weise dann doch) aufnahmen, denen gab es die Kraft, direkte Nachkommen des lebendigen G*ttes zu sein; denen, die auf sein innerstes Wesen geloben – die ihre individuelle Existenz nicht aus dem Blut (und der leiblichen Abstammung), noch aus Fleischeswille, noch aus Eigenwille herleiten, sondern allein aus (dem lebendigen) G*tt[, dem Ewig-Lebendigen Gestaltungsprinzip aller Wirklichkeit].

Und das (ursprüngliche Geistes-)WORT (des lebendigen G*ttes) ist (auf diese Weise tatsächlich, für uns ganz ‚historisch‘,) FLEISCH geworden, (und begann seitdem) bleibend zu existieren inmitten von uns, und wir haben [auf diese Weise] Seine Herrlichkeit [mit Sinnesaugen] angeschaut – eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom (allmächtigen geistigen) Vater (= keines Zweigeborenen von Vater und Mutter, als welcher der Erdenmensch ‚regulär‘ seine Lebensetappe von Geburt bis Tod beginnt), voll von Gnade und Wahrheit.

G*ttes Gnade gibt Zeugnis von Selbigem und ist (geradezu) am schreien, aussagend: Dieses war es, von dem ich (stets) gesagt habe: Nach mir wird kommen, das (bereits) vor mir zu existieren bewirkt wurde; denn es ist eher als ich entstanden. Und von seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade. Denn der Trampelpfad [zur g*ttlichen Rechtleitung] ist [zwar] vermittels der (als Essenz herausgezogenen) Wahrheit (den Menschen) gegeben worden; die Gnade (aber) und die Wahrheit (selbst) sind zur Existenz gekommen (allein) durch den zur Königsherrschaft über alle Lebens- und Seelenkräfte Gesalbten Beistand durch das Ewig-Lebendige G*tteswalten.

Niemand ist (bis hierhin) des (lebendigen) G*ttes je (innerhalb der Außen-Welt, als bewusstes Individuum) schauend gewahr geworden; das Eingeborene (jedoch), das G*tt selbst ist, und (das) in(nerhalb) des Schöpfers lebendigem Leibes-Sprießen existiert [und sich dabei seiner selbst bewusst ist] – dies hat Ihn uns (nun auch in seiner anschaulichen Form) kundgetan.

Heiligung des G*ttesbeistands zur alleinig-bestimmenden Herrschaft

Und dies ist das Zeugnis der Gnade G*ttes, als die G*tteskundigen aus der Stadt des Friedens zu ihm hin sandten Geheiligte und (Männer) von der Gefolgschaft der (dem lebendigen G*tte) Angedienten, dass sie ihn fragten: Wer (und was) bist du? Und er bekannte und leugnete nicht, und er gab bekannt: Ich bin nicht das (zur Königsherrschaft über alle Lebens- und Seelenkräfte) Gesalbte. Und sie fragten ihn: Was dann? Bist du der Ewige Weg? Er sprach: Ich bin’s nicht. Bist du der (lange erwartete) Sehende? Und er antwortete: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du dann?, dass wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? Er sprach: »Ich [- die Gnade G*ttes -] bin das Erklingen eines Rufenden in der Einsamkeit (einer Menschenseele in demütiger Innigkeit) [mit der Aufforderung]: Ermöglicht das Fortschreiten des euch-Bewerkstelligenden!«, wie der(jenige) Sehende(, dessen innerstes Wesen) ewiges Errettet-Sein (ist,) es (voraus)gesagt hat.

Aber es waren (auch) von den Sich-Abspaltenden (einige) Abgesandte (dabei) und diese fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum reinigst du denn, wenn du nicht der (zur Herrschaft über alle Lebens- und Seelenkräfte) Gesalbte bist, noch der Ewige Weg, noch der (erwartete) Sehende? Die g*ttliche Gnade antwortete ihnen und sprach: Ich reinige mit Fließendem; aber Er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennt. Der wird nach mir kommen, der (bereits) vor mir zu existieren bewirkt wurde, und ich bin nicht das Richtige, dass ich die Binden dessen löse[n könnte], das unter Seine Füße gebunden ist. Dies geschah im Hause der Fähre-über-den-See jenseits des Hinabsteigenden, wo die Gnade G*ttes reinigte.

Am folgenden Tag wird die Gnade G*ttes gewahr, dass der Beistand G*ttes zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist G*ttes Lamm, das der (weltlichen) Ordnung Absonderung hinfortnimmt! Dieses ist’s, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der (bereits) vor mir zu existieren bewirkt wurde, denn er ist eher als ich entstanden. Und ich kannte ihn nicht. Aber damit er den Streitenden für G*tt offenbart werde, darum bin ich gekommen, zu reinigen mit Fließendem.

Und die Gnade G*ttes bezeugte und sprach: Ich sah, dass das Hauchende herabfuhr wie eine Taube aus dem Himmel und blieb auf diesem. Und ich kannte es nicht. Aber dasjenige, wovon her ich eingesetzt bin, um zu reinigen mit Fließendem, das sprach zu mir: Auf welches du siehst den Hauch herabfahren und darauf bleiben – dieses ist’s, das mit dem Heiligen[, mit dem von aller Leiblichkeit freien] Hauche am reinigen ist. Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieses ist des lebendigen G*ttes vollkommenes Abbild[, sein ‚Sohn‘].

Am folgenden Tag stand die Gnade G*ttes abermals da, und zwei seiner (als Zweige) aus-ihm-Herauswachsenden; und als er den G*ttesbeistand vorübergehen sah, sprach er: Siehe, das ist G*ttes Lamm! Und die zwei aus-ihm-Herauswachsenden vernahmen in Verständnis was er redete und folgten dem G*ttesbeistand nach. Und der Beistand G*ttes wandte sich herum und sah sie nachfolgen und sprach zu ihnen: Was sucht ihr? Sie aber sprachen zu ihm: Bewerkstelligendes – das heißt außerdem: Meister –, wo ist deine Heimstatt[, dein Ursprung und dein Endziel]? Er sprach zu ihnen: Kommt und schaut! Sie kamen und schauten es und blieben diesen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde.

Einer von den Zweien, die G*ttes Gnade gehört hatten und (daraufhin) dem G*ttlichen Beistand nachgefolgt waren, war der Mannhafte, der Bruder des Hörenden Felsens. Der findet zuerst seinen Bruder, den Hörenden, und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden, das heißt übersetzt: der Gesalbte. Und er führte ihn zum Beistand durch G*tt. Als der G*ttesbeistand seiner gewahr wurde, sprach er: Du bist der Hörende, das vollkommene Abbild der (überschäumenden) Taube; du sollst [Ge]Fest[igt]es zu deinem innersten Wesen haben, das heißt symbolisch: Fels.

Am folgenden Tage wollte der Beistand G*ttes in den Kreis(lauf hinein) gehen und findet den Pferdemögenden und spricht zu ihm: Folge mir nach! Der Pferdemögende aber war aus dem Hause des Fischens, der Wohnstätte des Mannhaften und des Felsens. Der Pferdemögende findet das von G*tt Gegebene und spricht zu Selbigem: Wir haben dasjenige gefunden, von dem die (als Essenz herausgezogene) Wahrheit im Gesetz, und von dem die Sehenden geschrieben haben: der G*ttesbeistand, das vollkommene Abbild des von G*tt Hinzugefügten, aus der Region desjenigen, das (in sich selbst) [mit Gewissheit die Wahrheit] schauend ist. Und das von G*tt Gegebene sprach zu ihm: Was kann aus der Region desjenigen, das (in sich selbst) [mit Gewissheit die Wahrheit] schauend ist, Gutes kommen!? Der Pferdemögende spricht zu ihm: Komm und sieh es!

Der G*ttliche Beistand sah das von G*tt Gegebene kommen und sagt von Selbigem: Siehe, ein Rechtschaffenes aus der Gefolgschaft der Streitenden für G*tt, in dem kein Falsch ist. Das von G*tt Gegebene spricht zu ihm: Woher weißt du von mir? Der G*ttesbeistand antwortete und sprach zu ihm: Bevor der Pferdemögende dich rief, als du unter dem Feigenbaume weiltest, sah ich dich. Das von G*tt Gegebene antwortete ihm: Bewerkstelligendes, du bist (des lebendigen) G*ttes vollkommenes Abbild, du bist der Alleinige Bestimmer über die Streitenden für G*tt!

Der Beistand G*ttes antwortete und sprach zu ihm: Du gelobst (dies), weil ich dir gesagt habe, dass ich dich gesehen habe unter dem Feigenbaume. Du wirst noch Größeres als das sehen. Und er spricht zu ihm: In G*tt ist es begründet – ja, in G*tt ist folgendes begründet, indem der (sich in Liebe zu aller Schöpfung selbst aufopfernde) G*tt (aus dem Inneren heraus) euch offenbaren kann: Ihr werdet den Himmel offen sehen und die Botenwesen G*ttes hinauf- und herabfahren über dem vollkommenen geistigen Abbild des Erdenmenschen[, dem sogenannten ‚Menschensohn‘].

Chymische Hochzeit als erste Offenbarung des Menschensohnes

Und am dritten Tage war eine Vermählung am Gerüste des Kreis(lauf)es, und die empfangende Gebärende (Substanz) des G*ttesbeistands war dort, und sowohl der G*ttesbeistand (selbst), als auch die aus-ihm-Herauswachsenden waren zu der Vermählung [mit dieser Substanz, welche die Ur-Lautere Weisheit ist,] gerufen worden.

Und (wegen) des schwindenden Überschäumenden wandte sich die empfangende Gebärende (Substanz) an den G*ttesbeistand: Sie halten das Überschäumende nicht [bei sich]. Der Beistand G*ttes spricht zu ihr: Was geht’s dich an, Frau, was ich bewirke? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine empfangende Gebärende (Substanz) spricht zu den Dienenden: Was er euch sagt, das tut.

Es lagen aber dort ausgebreitet sechs steinerne Fließenlassende für die Reinigung nach g*tteskundigem Ritual, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. Der G*ttliche Beistand spricht zu ihnen: Füllt die Fließenlassenden mit Fließendem! Und sie füllten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt’s dem Ältesten unter den die-Dreiheit-Dehnenden! Und sie brachten’s ihm. Als aber der Älteste unter den die-Dreiheit-Dehnenden das Überschäumende kostete, das (zuvor) [ruhiges, gewöhnliches] Fließendes gewesen war, und nicht wusste, woher es kam – die Dienenden aber wussten’s, die das Fließende geschöpft hatten –, ruft der Älteste unter den die-Dreiheit-Dehnenden den Verschleierten an und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst das gute Überschäumende und, wenn sie betrunken werden, das geringere; du aber hast das gute Überschäumende bis jetzt zurückbehalten.

Das ist das erste Zeichen, das der Beistand G*ttes bewirkte, geschehen am Gerüste des Kreis(lauf)es, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und die aus ihm Herauswachsenden gelobten auf Selbiges.

Danach ging der g*ttliche Beistand hinab nach der Bequemlichkeitsregion, er, seine empfangende Gebärende (Substanz), seine Brüder und die aus ihm Herauswachsenden, und sie blieben nicht lange da.

Und das Fest des Auszuges der G*tteskundigen war nahe, und der Beistand G*ttes zog hinauf nach der Stadt des Friedens. Und er fand im Heiligtum die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da saßen. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Heiligtum hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zu einer Räuberhöhle! Die aus ihm Herauswachsenden aber bedachten, dass geschrieben steht: »Der Eifer um dein Haus wird mich verzehren.«

Da fingen die G*tteskundigen an und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen, dass du dies tun darfst? Der G*ttesbeistand antwortete und sprach zu ihnen: Brecht dieses Heiligtum ab und in drei Tagen will ich es aufrichten. Da sprachen die G*tteskundigen: Dieses Heiligtum ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden, und du willst es in drei Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Heiligtum seines Leibes. Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten die aus ihm Herauswachsenden daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der in die Schöpfung eingegrabenen Spur und dem Wort, das G*ttes Beistand gesprochen hatte.

Als Er aber am Fest des Auszuges in der Stadt des Friedens war, gelobten viele auf sein innerstes Wesen, da sie die Zeichen sahen, die er bewirkte. Aber der G*ttesbeistand vertraute sich ihnen nicht an; denn er kannte sie alle und bedurfte nicht, dass ihm jemand Zeugnis gab vom Erdenmenschen; denn er wusste, was im Erdenmenschen war.

Reinigungsprozesse innerhalb der G*tteskundigkeit

Es ist nun (aber) aus den Sich-Abspaltenden heraus derjenige Erdenmensch geworden, dessen innerstes Wesen der Sieg bei dem (einfachen) Volke ist, (und welcher) ein Ältester unter den G*tteskundigen (ist).

Dieser gelangte in Unbewusstheit zum Beistand durch G*tt, und sprach zu diesem: Mein Bewerkstelligendes, unsereins [= ein jeder wahrhaft zu den G*tteskundigen Zählender] weiß, dass du ein von G*tt ausgehendes Erläuterndes bist – denn nichts und niemand kann solcherlei Zeichen bewirken, wie die, die du bewirkst, es sei denn, G*tt (selbst) ist mit demjenigen.

Und der Beistand G*ttes gab Auskunft und verkündete ihm: In G*tt ist es begründet – ja, in G*tt ist folgendes begründet, indem der (sich in Liebe zu aller Schöpfung selbst aufopfernde) G*tt (aus dem Inneren heraus) dir offenbaren kann: Es sei denn, dass jemand von Oben her (wiederum) gezeugt-und-geboren wird, kann er nicht das (alle Schöpfungen) durchreichende (Wirken) des lebendigen G*ttes (erkennend) schauen. […] Es sei denn, dass jemand gezeugt-und-geboren ist aus Fließendem und Hauchendem heraus, kann er nicht (selbst) in das (alle Schöpfungen) durchreichende (Wirken) des lebendigen G*ttes hineinwachsen.

Was (noch) aus dem (äußerlichen) Fleische heraus gezeugt-und-geboren ist, das ist (auch selbst) Fleisch; was (dagegen) aus dem Hauchenden heraus gezeugt-und-geboren ist, das ist selbst Hauchendes. […] Der Hauch weht, wo immer er will, und dir erklingt (dabei) das Tönen desselben, doch du weißt nicht, von woher er erwächst und wo(hin) er entschwindet. Derselben Art ist alles aus dem Hauche heraus Gezeugt-und-Geboren-Werdende.
Der Sieg beim (einfachen) Volke antwortete und sprach zu Ihm: Wie kann dies geschehen? Der Beistand G*ttes antwortete und sprach zu ihm: Du bist einer der Erläuternden unter den Streitenden für G*tt – und weißt das nicht? […] Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben; ihr [Euch-Abspaltende] aber nehmt unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Verhältnissen (etwas) sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Verhältnissen (etwas) sage?

Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen. Und wie die Wahrheit [als die Herausgezogene (Essenz)] in der Einsamkeit die Schlange[nhafte Triebgesteuertheit des Erdenmenschen] (zu einem potentiell Heilenden für die Allgemeinheit) erhöht hat[, indem sie sie ‚versteinert‘ und aufgerichtet und somit zum (vorwarnenden) Anschauungsobjekt ‚gerinnen‘ lassen hat], so muss (auch) das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen (zu einem Heilenden für die Allgemeinheit) erhöht werden[, indem es zu einem für alle ’sichtbaren‘ Anschauungsobjekt gerinnt], damit alle, die auf dieses geloben, ewiglich das Lebendigsein halten werden.

Denn also hat G*tt die[se] Ordnung geliebt, dass er [in diese Ordnung hinein, zu diesem Zwecke] sein einziggeborenes, vollkommenes Abbild spendete, damit alle, die auf dieses (Abbild) geloben, nicht verloren werden, sondern ewiglich das Lebendigsein halten werden. Denn G*tt hat sein vollkommenes Abbild nicht dazu in die Ordnung gesandt, dass es die Ordnung [be]richt[ig]e, sondern (in erster Linie,) dass die Ordnung durch es aufgelöst [und damit erlöst] werde. Wer auf Selbiges gelobt, der wird nicht [be]richt[ig]t (werden müssen); wer aber nicht (auf Selbiges) gelobt, der ist schon [be]richt[ig]t, denn er gelobt nicht auf das innerste Wesen des ein- und erstgeborenen vollkommenen Abbildes (des lebendigen) G*ttes [und hat damit nicht das ewige Leben, sondern vergeht von selbst früher oder später].

Dergestalt ist aber das [die Ordnung in sich selbst] (Be)richt(ig)ende, dass das Licht in die Ordnung gekommen ist, und die Erdenmenschen liebten (in ihrer Ausgangslage) die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit[, das ‚Unverdeckte‘] tut, der kommt zu dem Licht, wodurch offenbar wird, dass seine Werke in (den lebendigen) G*tt (hinein) gewirkt sind.

Danach kam G*ttes Beistand mit den aus-ihm-Herauswachsenden in das Gebiet der G*tteskundigkeit und blieb dort eine Weile mit ihnen und reinigte. G*ttes Gnade aber reinigte auch noch am Quellenden, nahe beim Fried(lich)en, denn es war da viel Fließendes; und sie kamen und ließen sich reinigen. Denn die g*ttliche Gnade war noch nicht in [materielle] Gebundenheit versetzt.

Da erhob sich ein Streit zwischen den aus-der-G*ttesgnade-Herauswachsenden und einem G*tteskundigen über die Reinigung. Und sie gelangten zu G*ttes Gnade und sprachen zu Selbiger: Bewerkstelligendes, Dasjenige, welches bei dir war jenseits des Hinabsteigenden, von dem du Zeugnis gegeben hast, siehe, das reinigt, und jedermann gelangt zu ihm. G*ttes Gnade antwortete und sprach: Ein Erdenmensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der (zur Königsherrschaft über alle Lebens- und Seelenkräfte) Gesalbte, sondern in Vorbereitung von Selbigem her gesandt.

Wer die Verschleierte hat, der ist der Verschleierte; der Freund des Verschleierten aber, der dabeisteht und ihm zuhört, freut sich sehr über das von dem Verschleierten her bedeutungsvoll Erklingende. Diese meine Freude ist nun erfüllt. Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

Der von oben her kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über allen und bezeugt, was er gesehen und gehört hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. Wer es aber annimmt, der besiegelt, dass (der lebendige) G*tt wahrhaftig ist.

Denn der, der von G*tt her eingesetzt ist, redet G*ttes Worte [einfach aus sich selbst heraus]; denn G*tt gibt den Hauch nicht nach [besonders wohlgeformt zur Schau getragenem] (Vers-)Maß[, sondern nach der Herzenshaltung des Sprechenden].

Der Schöpfer hat das vollkommene Abbild seiner selbst lieb [bis hin zur bedingungslosen Selbstaufopferung] und hat ihm alles in sein freies [aus Seelenregungen geformtes] Bewirken gegeben. Wer auf das vollkommene Abbild [des himmlischen Schöpfers innerhalb der irdischen Welt] gelobt, der hält (in sich) ewiglich das Lebendigsein. Wer aber diesem vollkommenen Abbild nicht gehorsam ist, der wird das (wahre) Leben nicht sehen, sondern der Zorn G*ttes bleibt über ihm.

Zug durchs Bewachende

Als sich nun das Bewerkstelligende dessen gewahr wurde, dass die Sich-Abspaltenden in Verständnis vernommen hatten, dass [es selbst, als] der Beistand G*ttes mehr zu aus-ihm-Herauswachsenden machte und reinigte als die [bloße] Gnade G*ttes – obwohl der G*ttesbeistand nicht selber reinigte, sondern die aus-ihm-Herauswachsenden –, verließ er die G*tteskundigkeit(s-Region) und ging wieder in den Kreis(lauf). Er musste aber durch das Bewachende reisen.

Da kam er in eine Stadt des Bewachenden, die heißt Taumelnde, nahe bei der Erquickungsregion, die der an-der-Ferse-Festhaltende seinem eigenen vollkommenen Abbild[, dessen innerstes Wesen] G*ttes Hinzufügung [war, ] gegeben hatte. Es war aber dort die Quellgrube des Ferse-Festhaltenden. Weil nun der G*ttesbeistand erschöpft war von der Reise, setzte er sich an der Quellgrube nieder; es war um die sechste Stunde.

Da kommt eine Frau aus dem Bewachenden, um Fließendes zu schöpfen. Der Beistand G*ttes spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! Denn die aus-ihm-Herauswachsenden waren in die Stadt gegangen, um Essen zu erlangen. Da spricht die aus dem Bewachenden stammende Frau zu ihm: Wie, du bittest mich um etwas zu trinken, der du ein G*tteskundiger bist und ich eine Frau von den Bewachenden? Denn die G*tteskundigen haben keine Gemeinschaft mit den Bewachenden. – Der G*ttesbeistand antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe G*ttes und was das ist, das zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest es und es gäbe dir lebendiges Fließendes. Spricht zu ihm die Frau: Bewerkstelligendes, hast du doch nichts, womit du schöpfen könntest, und die Quellgrube ist tief; woher hast du dann lebendiges Fließendes? Bist du mehr als unser Schöpfer, der an-der-Ferse-Festhaltende, der uns diese Quellgrube gegeben hat? Und er selbst hat daraus getrunken, und auch seine direkten Nachkommen und sein Vieh. Der G*ttliche Beistand antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Fließenden trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Fließenden trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Fließende, das ich ihm geben werde, das wird selbst in ihm eine Quellgrube des Fließenden werden, die in das ewige Leben hinein quillt. Spricht die Frau zu ihm: Bewerkstelligendes, gib mir solches Fließendes, damit mich nicht dürstet und ich nicht herkommen muss, um zu schöpfen! Der G*ttesbeistand spricht zu ihr: Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her! Die Frau antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. G*ttes Beistand spricht zu ihr: Du hast recht geantwortet: Ich habe keinen Mann. Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; das hast du recht gesagt.

Die Frau spricht zu ihm: Bewerkstelligendes, ich sehe, dass du ein Sehender bist. Unsere Vorväter haben auf diesem Berge sich dem lebendigen G*tte genähert[ in ihrem geistigen und leiblichen Lebenswandel], und ihr sagt, in der Stadt des Friedens sei die Stätte, wo man sich dem lebendigen G*tte [im Lebenswandel] nähern soll. Der Beistand G*ttes spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr euch [in eurem Lebenswandel] weder auf diesem Berge noch in der (materiellen) Stadt des Friedens dem (wahren) Schöpfer nähern werdet. Ihr wisst nicht, wem und was ihr euch (eigentlich) nähert; wir dagegen wissen, was und wem wir uns nähern; denn das Heil kommt von den G*tteskundigen. Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren sich-dem-lebendigen-G*tte-Nähernden sich dem (himmlischen) Vater [ihren Lebenswandel betreffend] nähern werden im Hauchenden und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche sich-Ihm-Nähernde haben. G*tt (selbst) ist Hauchendes, und die sich ihm [durch ihren Lebenswandel] nähern (wollen), die müssen sich ihm im Hauchenden und in der Wahrheit nähern. Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, dass das Erlösende kommt, dessen innerstes Wesen das zur alleinig bestimmenden Herrschaft Gesalbte ist. Wenn dieses kommt, wird es uns alles verkündigen. G*ttes Beistand spricht zu ihr: Ich bin es – mit dir redend.

Unterdessen kamen die aus-ihm-Herauswachsenden, und sie wunderten sich, dass er mit einer Frau redete; doch sagte niemand: Was fragst du?, oder: Was redest du mit ihr?

Da ließ die Frau ihr Fließenlassendes stehen und ging in die Stadt und spricht zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Gesalbte sei! Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm.

Inzwischen mahnten ihn die aus-ihm-Herauswachsenden und sprachen: Bewerkstelligendes, iss! Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, von der ihr nicht wisst. Da sprachen die aus-ihm-Herauswachsenden untereinander: Hat ihm jemand zu essen gebracht? Der G*ttesbeistand spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich bewirke den Willen dessen, der mich entlassen hat, und so sein Werk vollende.

Sagt ihr nicht selber: Es sind noch vier Monde, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht auf die Felder, denn sie sind weiß zur Ernte. Wer erntet, empfängt bereits seinen Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich miteinander freuen, der da sät und der da erntet. Denn in diesem (Sinne) ist das Wort voll Wahrheit: Der eine sät, der andere erntet. Ich habe euch gesandt (ein Solches) zu ernten, wo(für) ihr nicht selbst die Erschöpfung empfunden habt; andere haben Erschöpfung empfunden, und euch ist ihr Abschnitt zugute gekommen.

Es glaubten aber an ihn viele der Bewachenden aus dieser Stadt um der Rede der Frau willen, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Als nun die Bewachenden zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb zwei Tage da. Und noch viel mehr gelobten um seines Wortes willen und sprachen zu der Frau: Von nun an geloben wir nicht mehr um deiner Rede willen (auf dieses); denn wir haben selber gehört und erkannt: Dieses ist wahrlich der Heiland der [unsrigen] Ordnung.

Aber nach zwei Tagen ging er von dort weiter in Richtung des Kreis(lauf)es. Denn er selber, der Beistand G*ttes, bezeugte, dass ein Sehender in seiner eigenen Heimat keine Ehre hält. Als er nun nach dem Kreislauf kam, nahmen ihn die im Kreislauf-Wohnenden auf, die alles gesehen hatten, was er in der Stadt des Friedens auf dem Fest getan hatte; denn sie waren auch zum Fest gekommen.

Und der Beistand G*ttes kam abermals nach dem Gerüste im Kreislauf, wo er das Fließende zu Überschäumendem verwandelt hatte. Und es war (dort) ein dem alleinig-Bestimmenden Dienender; dessen vollkommenes Abbild lag krank im Bequemlichkeitsbereich.

Dieser hörte, dass der G*ttesbeistand aus der G*tteskundigkeitsregion nach dem Kreis(lauf)e kam, und ging hin zu ihm und bat ihn, herabzukommen und seinem (eigenen) vollkommenen Abbild zu helfen; denn dieses war in Besorgung (für immer) zu ersterben. Und der G*ttliche Beistand sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so gelobt ihr nicht. Der Mann sprach zu ihm: Bewerkstelligendes, komm herab, bevor mein direkter Nachkomme (für immer) erstirbt! Der G*ttesbeistand spricht zu ihm: Geh hin, dein vollkommenes Abbild ist lebendig! Der Mensch glaubte dem Wort, das G*ttes Beistand zu ihm sagte, und ging hin.

Und während er hinabging, kamen ihm seine Dienenden entgegen und sagten: Dein direkter Nachkomme lebt. Da erforschte er von ihnen die Stunde, seit der dieser sich (wieder) wohl-gewandet hielt. Und sie antworteten ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Entflammte. Da merkte der Vater, dass es die Stunde war, in der G*ttes Beistand zu ihm gesprochen hatte: Dein vollkommenes Abbild ist lebendig. Und er gelobte mit seinem ganzen Hause (auf den Beistand G*ttes).

Das ist nun das zweite Zeichen, das der Beistand G*ttes tat, als er aus der G*tteskundigkeitsregion (wieder) nach dem Kreis(lauf)e kam.

Fest in der Friedensstadt: Identifizierung des Menschensohnes mit dem G*ttessohn

Danach war ein Fest der G*tteskundigen, und der G*ttesbeistand zog hinauf in die Stadt des Friedens. Es ist aber in der Stadt des Friedens vor dem Tor der Schafe ein Teich, der heißt in der Transzendenten Sprache ‚Haus der Gnade‘. Dort sind fünf Hallen; in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte, die warteten, wann sich das dortige Fließende in Schwingung zeige. Denn ein Botenwesen (des lebendigen G*ttes) fuhr in festen Rhythmen in den Teich herab und versetzte so das Fließende in Schwingung. Welcher nun zuerst, nachdem das Fließende in Schwingung (versetzt worden) war, hineinstieg, der ward geheilt, mit welcherlei Seuche er auch behaftet war.

Es war aber dort ein Mensch, der lag achtunddreißig Jahre krank. Als der G*ttesbeistand den liegen sah und vernahm, dass er schon so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du geheilt werden? Der Kranke antwortete ihm: Bewerkstelligendes, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Fließende in Schwingung ist; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Der G*ttliche Beistand spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Lager und geh hin! Und sogleich war der Mensch geheilt und nahm sein Lager und ging hin.

Es war aber der Siebente Tag[, der Tag der Ruhe zu Ehren des lebendigen G*ttes, des Bewerkstelligenden]. Da sprachen die G*tteskundigen zu dem, der geheilt worden war: Es ist heute Sabbat; du darfst dein Lager nicht tragen. Er antwortete ihnen: Der mich geheilt hat, sprach zu mir: Nimm dein Lager und geh hin! Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Lager und geh hin? Der aber geheilt worden war, wusste nicht, wer es war; denn G*ttes Beistand war entwichen, da Pöbel(ei) an dem Ort war.

Danach fand ihn der Beistand G*ttes im Heiligtum und sprach zu ihm: Siehe, du bist geheilt worden; sondere dich hinfort nicht mehr ab (von dem g*ttlichen Rechtleitungs-Trampelpfad), dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.

Der Mensch ging hin und berichtete den G*tteskundigen, es sei der Beistand G*ttes (selbst) gewesen, der ihn geheilt habe. Darum verfolgten die G*tteskundigen den G*ttesbeistand, weil er dies am Sabbat bewirkt hatte.

Der G*ttesbeistand aber antwortete ihnen: Mein Schöpfer[, der direkte Erzeuger meiner Existenz,] wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke (dadurch zwangsläufig) ebenso.

Darum trachteten die G*tteskundigen noch viel mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat [durch ein noch höheres Gesetz, das unter wichtigen Umständen greift,] außer Kraft setzte, sondern auch sagte, (der lebendige) G*tt sei sein unmittelbarer Schöpfer [wie Er eines jeden gelobten Wesens unmittelbarer Schöpfer ist], und stellte sich (implizit) selbst G*tt gleich (dar).

Da antwortete der Beistand G*ttes und sprach zu ihnen: In G*tt ist es begründet[…]: Das vollkommene Abbild kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was es seinen direkten Erzeuger tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch dessen vollkommenes Abbild.

Denn der Schöpfer hat sein eigenes vollkommenes Abbild lieb und offenbart Selbigem alles, was er bewirkt, und wird ihm noch größere Werke offenbaren, sodass ihr euch verwundern werdet. Denn wie der Schöpfer das allerlei Tote auferweckt und es lebendig macht, so macht auch sein vollkommenes Abbild lebendig, wen und was immer es will. Denn der (ursprüngliche) Schöpfer (selbst) berichtigt (nichts und) niemand(en mehr in der Welt[, seit er sie geschaffen hat]), sondern hat alles Berichtigen dem vollkommenen Abbild seiner selbst übergeben, auf dass sie alle das lebendige Abbild ehren, wie sie auch den Schöpfer ehren. Wer das lebendige Abbild nicht ehrt, der ehrt dessen direkten Erzeuger[, den Schöpfer] nicht, von welchem es ausgeht.

In G*tt ist es begründet[…]: Wer die Bedeutung meiner Äußerungen in erklingender Form wahrnimmt, und gelobt auf das, wovon ich entlassen bin, der hält (dadurch bereits) [in sich] ewiglich das Lebendigsein und kommt nicht in die (schmerzhafte Läuterung des) Berichtigungsprozesses, sondern er ist (bereits auf Erden) vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. […] Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass (sogar) die Toten hören werden die Stimme des vollkommenen Abbildes des lebendigen G*ttes, und die sie hören werden, die werden lebendig sein. Denn wie der direkte Erzeuger (des vollkommenen Abbildes und aller Schöpfung) das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem eigenen vollkommenen Abbild (die Möglichkeit) gegeben, das Leben zu haben in sich selber; und er hat diesem (seinem vollkommenen Abbild) alle Gewalt gegeben, den (ständigen) Berichtigungsprozess (an seiner Schöpfung) zu erhalten, (und zwar) dadurch, dass selbiges (Abbild des lebendigen Schöpfers) (gleichsam auch) das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen ist.

Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden und werden hervorgehen; die Gutes getan haben, zum Heraufkommen des (erneuerten) Lebens, die aber Böses getan haben, zum Heraufkommen des Berichtigungsprozesses.

Ich kann nichts von mir aus tun. Wie ich die lebendigen Worte (des Schöpfers) vernehme, so richte ich (mich nach ihnen), sodass mein Berichtigen (stets) gerecht ist; denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. Ein anderer ist’s, der von mir zeugt; und ich weiß, dass das Zeugnis wahr ist, das er von mir gibt.

Ihr habt (bisher) an die Gnade G*ttes (eure Anfragen) geschickt, und die Gnade G*ttes hat (für euch) die [innerste Quelle aller] Wahrheit bezeugt[, indem diese G*ttesgnade den G*ttesbeistand im Fließenden des Hinabsteigenden gereinigt hat, wodurch der G*ttesbeistand mit dem Hauchenden des lebendigen G*ttes in Gestalt einer Taube gesalbt worden und so für alle offenbar geworden ist). Ich (nun) aber[, der ich selbst dieser leibhaftige Beistand durch G*tt bin(, der also seitdem zur alleinig-bestimmenden Herrschaft über alle Lebens- und Seelenkräfte gesalbt ist,)] empfange kein Zeugnis (mehr), das ausgeht von einem Mensch(lich)en; sondern ich spreche Folgendes, damit ihr selig sein werdet: Die G*ttesgnade war ein brennendes und scheinendes Licht; ihr aber wolltet eine Stunde fröhlich sein in dem von der G*ttesgnade ausgehenden Licht. Ich aber habe ein (noch) größeres Zeugnis als das der Gnade G*ttes; denn die Werke, die mir der Schöpfer gegeben hat (zu bewirken), damit ich sie vollende(, indem meine ganze Existenz selbst das vollendete Werk sei); eben diese Werke, die ich bewirke, bezeugen von mir, dass mich der Schöpfer (dazu) eingesetzt hat. Und der Schöpfer hat, (gerade) indem er mich entlassen hat, von mir Zeugnis gegeben.

Ihr habt niemals seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch; denn ihr glaubt dem nicht, den er eingesetzt hat. Ihr sucht in den Spuren[, die in die Schöpfung hineingegraben sind], denn ihr meint, ihr haltet ewiglich das Lebendigsein durch die[ Tatsache, dass alle]s [je Geschehene als derlei Spuren in die Schöpfung eingegraben ist]; auch die[se Spuren aber] sind e(twa)s, das von mir zeugt; aber ihr wollt nicht zu mir kommen, auf dass ihr (wirklich) das Lebendigsein hieltet.

Ich nehme nicht Ehre von Menschen; aber ich kenne euch, dass ihr nicht G*ttes Liebe in euch habt. Ich bin gekommen im Verständnis des innersten Wesens meines Schöpfers und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer kommen wird im [vermeintlichen]Verständnis seines ‚eigenen‘ innersten Wesens, den werdet ihr annehmen. Wie könnt(et) ihr glauben, die ihr Ehre voneinander annehmt, und die Ehre, die von dem alleinigen G*tt ist, sucht ihr nicht?

Ihr sollt nicht meinen, dass ich euch vor dem Schöpfer verklagen werde; es ist (aber dennoch) eines, das euch (zwangsläufig) verklagt: Die [Wahrheit selbst nämlich, als die] Herausgezogene (Essenz), auf welche ihr (doch scheinbar) hofft.

Wenn ihr (aber) der Herausgezogenen Essenz (wahrhaftig) glaubtet, so glaubtet ihr (zwangsläufig) auch mir; denn Selbige hat von mir kündend ihre Spuren in die Schöpfung hineingegraben. Wenn ihr aber nun diesen Spuren (des essentiell Herausgezogenen) nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?

Meer des Kreislaufes: Hineinwachsen des Menschensohnes in die ganze Erde

Danach entglitt der Beistand G*ttes hinfort über das den Kreislauf betreffende Meer, das auch See des Süßwassersumpfes heißt. Und es zog ihm viel Pöbel nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an all dem Kranken tat. G*ttes Beistand aber zog hinauf auf ein Sich-Erhebendes und setzte sich dorthin mit den aus-ihm-Herauswachsenden.

Es war aber kurz vor dem Auszuge, dem Fest der G*tteskundigen. Da hob der Beistand G*ttes seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu ihm kommt, und spricht zum Pferdemögenden: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben? Das sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er wusste wohl, was er tun wollte. Der Pferdemögende antwortete ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder ein wenig bekomme. Spricht zu ihm einer der aus-ihm-Herauswachsenden, der Mannhafte, der Bruder des Hörenden Felsens: Es ist ein Nachkommendes hier, das hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das für so viele? Der G*ttesbeistand aber sprach: Lasst die Menschen sich lagern. Es war aber ein großes Beet in der Gegend. Da lagerten sich die Kerle, (und zwar) numerisch als (ein) fünftausendfaches. Der G*ttesbeistand aber nahm die Brote und gab sie in dankender Weise denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, soviel sie wollten.

Als sie aber gefüllt waren, sprach er zu den aus-ihm-Herauswachsenden: Sammelt die übrigen Stücke, damit nichts umkommt. Da sammelten sie und füllten bis obenan von den fünf Gerstenbroten zwölf Särglein mit Stücken, die denen übrig blieben, die gespeist worden waren. Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das G*ttes Beistand bewirkte, sprachen sie: Das ist wahrlich der Sehende, der in die Ordnung kommen soll.

Als G*ttes Beistand nun (aber) merkte, dass sie (zu ihm) hin gelangen würden und ihn [be]greifen( wollten), um ihn [auf diesem zu kurz greifenden Wege] zum (anschaulichen) alleinig-Bestimmenden zu machen, entwich er wieder auf das Sich-Erhebende, er selbst allein.

Am Abend aber gingen die aus-ihm-Herauswachsenden hinab an den See, stiegen in ein Boot und fuhren über den See, den Bequemlichkeitsbereich ansteuernd. Und es war schon finster geworden und G*ttes Beistand war noch nicht zu ihnen gelangt.

Und die See erwachte von einem großen hauchenden Winde. Als sie nun etwa eine Stunde gerudert hatten, sahen sie G*ttes Beistand auf dem See wandeln und nahe an das Boot herankommen; und sie fürchteten sich. Er aber sprach zu ihnen: Ich bin es; fürchtet euch nicht! Da wollten sie ihn ins Boot nehmen; und sogleich war das Boot am Land, wohin sie fahren wollten.

Am nächsten Tag sah das Volk, das am andern Ufer des Sees stand, dass kein anderes Boot da war als das eine, und dass der G*ttesbeistand nicht mit den aus-ihm-Herauswachsenden in das Boot gestiegen war, sondern dass die aus-ihm-Herauswachsenden allein weggefahren waren. Es kamen aber andere Boote vom Süßwassersumpf her nahe an den Ort, wo sie das Brot gegessen hatten unter der Danksagung des Bewerkstelligenden. Als nun das Volk sah, dass G*ttes Beistand nicht da war und auch nicht die aus-ihm-Herauswachsenden, stiegen sie in die Boote und fuhren in die Bequemlichkeitsregion und suchten G*ttes Beistand (dort). Und als sie ihn fanden am andern Ufer des Sees, fragten sie ihn: Bewerkstelligendes, wann bist du hergekommen? G*ttes Beistand antwortete ihnen und sprach: […] Ihr sucht mich[, den Beistand des lebendigen G*ttes] nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. Schafft euch Speise, die nicht vergänglich ist, sondern die bleibt zum ewigen Lebendigsein. Diese [Speise] wird euch das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen geben; denn auf diesem ist das Siegel (des lebendigen) G*ttes, des Schöpfers.

Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir G*ttes Werke wirken? Der Beistand G*ttes antwortete und sprach zu ihnen: Das ist G*ttes Werk, dass ihr [bewusst] auf dasjenige gelobt, das von Ihm ausgeht[, denn das von-G*tt-Ausgehende ist das Gelobte]. Da sprachen sie zu ihm: Was tust du für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was für ein Werk bewirkst du? Unsre Vorväter haben sich in der Einsamkeit von dem Manna ernährt, wie geschrieben steht: ‚Er gab ihnen Brot aus dem Himmel zu essen.‘ Da sprach G*ttes Beistand zu ihnen: […] Nicht das (als Essenz) Herausgezogene[, die Wahrheit,] hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein direkter Erzeuger [und unmittelbarer Schöpfer] gibt euch (auch heute noch) das wahre Brot aus dem Himmel. Denn G*ttes Brot ist das, das (fortwährend) aus dem Himmel kommt und das dieser (weltlichen) Ordnung (überhaupt erst) das (wahre) Lebendigsein (vom Geiste her) schenkt.

Da sprachen sie zu ihm: Bewerkstelligendes, gib uns allezeit solches Brot. G*ttes Beistand aber sprach zu ihnen: Ich (selbst) bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer auf mich gelobt, den wird nimmermehr dürsten. Aber ich habe euch (ja) gesagt: Ihr habt mich gesehen und gelobt doch nicht. Alles, was mir mein Schöpfer (zu empfangen) gibt, das gelangt (auch zwangsläufig) zu mir; und was zu mir gelangt, das werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel her gekommen, nicht damit ich meinen eigenen Willen tue, sondern den Willen dessen, von welchem ich ausgehe. Das ist aber der Wille dessen, von welchem ich ausgehe, dass ich nichts verliere von allem, was mir von diesem her gegeben ist, sondern dass ich es auferwecke am Jüngsten Tage. Denn das ist der Wille meines Schöpfers, dass, wer sich Seines vollkommenen Abbildes gewahr wird, und gelobt auf Selbiges, das Lebendigsein auf ewig halte; und ich werde ihn (somit) auferwecken (können) am Jüngsten Tage.

Da murrten die G*tteskundigen über ihn, weil er sagte: Ich bin das Brot, das aus dem Himmel gekommen ist, und sprachen: Ist dieser nicht der [altbekannte] Beistand G*ttes, vollkommenes Abbild des von-G*tt-Hinzugefügten, dessen befruchtenden Erzeuger und dessen empfangende Gebärende (Substanz) wir (bereits gut) kennen? Wieso spricht er dann: Ich bin aus dem Himmel gekommen?

G*ttes Beistand selbst antwortete und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander. Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe (zu mir) der Schöpfer selbst, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.

Folgendes ist herauslesbar aus den in die Schöpfung hineingegrabenen Spuren der Sehenden früherer Zeiten: ‚Sie werden [eines Tages zwangsläufig] alle von G*tt gelehrt sein.‘ Wer (di)es vom Schöpfer selbst hört und lernt, der gelangt zu mir[, das heißt: er gelangt zu demjenigen G*ttesbeistand, der auch tatsächlich zur Herrschaft über alle Lebens- und Seelenkräfte gekommen ist]. Nicht als ob jemand den Schöpfer geschaut hätte außer demjenigen, das von G*tt selbst ausgegangen ist; dieses (allein) hat den Schöpfer gesehen.

[…] Wer (es) gelobt, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Vorväter haben sich in der Einsamkeit von dem Manna ernährt und sind (doch) gestorben. Dies (hier) ist das Brot, das aus dem Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot sich ernährt, der wird leben innerhalb der [Sphäre der] Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich am spenden sein werde für das (Ewig-)Leben(digsein) der Ordnung.

Da stritten die G*tteskundigen untereinander und sagten: Wie kann der uns sein eigenes Fleisch zu essen geben? Der G*ttliche Beistand sprach zu ihnen: In G*tt ist es begründet […]: Wenn ihr euch nicht von dem Fleische des vollkommenen geistigen Abbildes des Erdenmenschen ernährt und sein Blut zum Stillen eures Durstes (an)nehmt, so haltet ihr kein (wahres) Leben in euch. Wer sich von meinem Fleische ernährt und mein Blut zum Stillen seines Durstes (an)nimmt, der hält ewiglich das Lebendigsein, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.

Denn mein Fleisch ist wahrhaftig (alle) Speise, und mein Blut ist wahrhaftig (aller) Trank. Wer (weiß, dass er) mein Fleisch isst und mein Blut trinkt[, während er sich von der Erde ernährt], der bleibt in mir und ich in ihm.

Wie mich der lebendige Schöpfer gesandt hat und ich lebe um des Schöpfers willen, so wird auch, wer mich als sein Nährendes zu sich nimmt, leben um meinetwillen. Dies ist das Brot, das aus dem Himmel gekommen ist. Es ist (nun) nicht (mehr) wie bei den Vorvätern, die (es) gegessen haben und gestorben sind. Wer von (jetzt an in) dies(em Bewusstsein) Brot isst, der wird leben innerhalb der [Sphäre der] Ewigkeit.

Dies sagte er (jedoch) an der(jenigen) Versammlungsstätte, an der er im Bequemlichkeitsbereich lehrte. Viele nun der aus-ihm-Herauswachsenden, die das hörten, sprachen: Das sind hart[ zu verstehend]e Aussagen; wer kann sie (an diesem Ort schon begreifend) hören?

Da G*ttes Beistand aber in sich selbst bemerkte, dass die aus-ihm-Herauswachsenden darüber murrten, sprach er zu ihnen: Ärgert euch das? Wie, wenn ihr nun sehen werdet das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen auffahren dahin, wo er zuvor war? Der Hauch ist’s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Hauchendes und sind Lebendiges. Aber es gibt einige unter euch, die glauben nicht.
Denn G*ttes Beistand wusste aus den Urkräften heraus, wer die waren, die nicht glaubten, und wer (von ihnen) ihn (daher der Ordnung der Welt) überliefern würde.

Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Schöpfer selbst (als seine schicksalhafte Bestimmung) gegeben.

Von da an wandten sich viele der aus-ihm-Herauswachsenden ab und machten hinfort keine Schritte mehr mit ihm. Da fragte G*ttes Beistand die Zwölf: Wollt auch ihr fortgehen? Da antwortete ihm der Hörende Felsen: Bewerkstelligendes, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebendigseins; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist das Heilige[ und Höchstgeheiligte] (des lebendigen) G*ttes. Der Beistand G*ttes antwortete ihnen: Habe ich nicht euch Zwölf erwählt? Und einer von euch ist ein Auseinanderwerfender[, ein Spalter]. Er redete aber von dem (einen) G*tteskundigen, dem Sohn des Hörenden aus dem (baulich) Zugerichteten. Der überlieferte ihn hernach und war einer von den Zwölf.

Laubhüttenfest: Hinüberheben der ganzen Überlieferung auf eine neue, geistigere Ebene

Danach zog der G*ttesbeistand umher im Kreislaufe; denn er wollte nicht in der Region der G*tteskundigkeit umherziehen, weil ihm die G*tteskundigen nach dem Leben trachteten.

Es war jedoch nahe das Laubhüttenfest der G*tteskundigen. Da(her) sprachen seine Brüder zu ihm: Mach dich auf von hier und geh nach der Region der G*tteskundigkeit, damit auch die aus-dir-Herauswachsenden die Werke sehen, die du bewirkst. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch öffentlich etwas gelten. Willst du das, so offenbare dich vor der Ordnung (der Welt). Denn auch seine Brüder gelobten nicht auf ihn. Da spricht der G*ttesbeistand zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit (jedoch) ist da in jeder Hinsicht. Die (weltliche) Ordnung kann euch nicht hassen. Mich aber hasst sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke böse sind. Geht ihr hinauf zum Fest! Ich will nicht hinaufgehen zu diesem Fest, denn meine Zeit ist noch nicht erfüllt. Das sagte er und blieb im Kreislauf. Als aber seine Brüder hinaufgegangen waren zum Fest, da ging auch er hinauf, nicht öffentlich, sondern heimlich.

Da suchten ihn die G*tteskundigen auf dem Fest und fragten: Wo ist er? Und es war ein großes Gemurmel über ihn im Volk. Einige sprachen: Er ist gut; andere aber sprachen: Nein, sondern er verführt das Volk. Niemand aber redete offen über ihn aus Furcht vor den G*tteskundigen.

Aber mitten im Fest zog der G*ttesbeistand hinauf in das Heiligtum und lehrte. Und die G*tteskundigen verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift verstehen, wenn er es doch nicht gelernt hat? Der G*ttliche Beistand antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir selbst (ausgehend), sondern (unmittelbar) von demjenigen (ausgehend), das mich gesandt hat[, von dem also ich selbst als Ganzes ausgehe]. Wenn jemand [aufrichtigen Herzens] dessen Willen tun will, wird er (zwangsläufig) innewerden, ob diese Lehre hier aus (dem lebendigen) G*tte [heraus gesprochen] ist oder ob ich von mir selbst aus rede.

Wer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.

Hat euch nicht die als Essenz Herausgezogene (Wahrheit) den Trampelpfad gegeben? Und doch: niemand unter euch bewirkt den Trampelpfad. Warum versucht ihr mich zu töten? Das Volk antwortete: Du bist besessen; wer sucht dich zu töten? G*ttes Beistand antwortete und sprach zu ihnen: Ein einziges Werk habe ich getan und es wundert euch alle. Die Wahrheit selbst[, als die Herausgezogene Essenz] hat euch doch die (Methodik der) Beschneidung (eurer niedersten Triebe) gegeben – nicht dass diese (Methodik) unmittelbar (durch Verständnis) aus der Wahrheit selbst entnommen wäre, sondern (überliefert ist sie euch worden) von den (noch nicht selbständig eingesehenen Traditionen von den) Vorvätern –, und ihr beschneidet den Menschen auch am Sabbat. Wenn nun ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfängt, damit nicht der Trampelpfad der Wahrheit übertreten werde, was zürnt ihr dann mir, weil ich am Sabbat den ganzen Menschen geheilt habe?

Richtet nicht nach dem, was vor Augen ist, sondern richtet gerecht. Da sprachen einige aus der Stadt des Friedens: Ist das nicht der, den sie zu töten suchen? Und siehe, er redet frei und offen und sie sagen ihm nichts. Sollten unsere Ältesten nun wahrhaftig erkannt haben, dass er der zur Königsherrschaft Gesalbte ist? Doch wir wissen, woher dieser ist; wenn aber der Gesalbte kommen wird, so wird (laut der Voraussage) niemand wissen, woher er ist.

Da rief G*ttes Beistand, als er im Tempel lehrte: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin. Aber nicht von mir selbst aus bin ich gekommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. Ich aber kenne ihn; denn ich existiere (direkt) aus ihm (heraus), und so hat er mich eingesetzt.

Da suchten sie ihn zu begreifen; aber niemand konnte ihn handhaben, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. Aber viele aus dem Volk gelobten auf ihn und sprachen: Wenn der Gesalbte kommen wird, wird er etwa mehr Zeichen bewirken, als dieser bewirkt hat?

Und es kam den Sich-Abspaltenden zu Ohren, dass im Volk solches Gemurmel über ihn war. Da sandten die Höchst-Geheiligten und die Sich-Abspaltenden einige ihnen-Dienende aus, die ihn begreifen sollten. Da sprach der Beistand G*ttes zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich entlassen hat. Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen. Da sprachen die G*tteskundigen untereinander: Wo will dieser hingehen, dass wir ihn nicht finden könnten? Will er zu denen gehen, die in der Zerstreuung unter den Griechen wohnen, und die Griechen lehren? Was ist das für ein Wort, dass er sagt: Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und wo ich bin, da könnt ihr nicht hinkommen?

Aber am letzten Tag des Festes, der der höchste war, trat der Beistand G*ttes (offen) auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer auf mich gelobt, wie es die Spuren gebieten[, die von der als Essenz Herausgezogenen Wahrheit in die Schöpfung hineingegraben sind], aus dessen Leibe werden Ströme von lebendigem Fließenden hinaus quellen.

Das sagte er aber für den Hauche, den diejenigen empfangen sollten, die auf ihn gelobten; denn der Hauch war [zu diesem Zeitpunkt] noch nicht präsent; denn G*ttes Beistand war noch nicht verherrlicht worden.

Einige nun aus dem Volk, die diese Worte hörten, sprachen: Dieser ist wahrhaftig der (lang erwartete) Sehende. Andere sprachen: Er ist der zur Herrschaft Gesalbte. Wieder andere sprachen: Soll der Gesalbte denn aus dem Kreislauf heraus kommen? Sagt nicht die Spur [der Wahrheit]: Aus dem Geschlechte des (in Liebe) Erhitzten und aus dem Orte, dessen innerstes Wesen das Haus des Brotes ist, wo der (in Liebe) Erhitzte war, soll der Gesalbte kommen? So entstand seinetwegen Zwietracht im Volk.

Es wollten aber einige ihn ergreifen; aber niemand legte Hand an ihn. Die Dienenden kamen zu den Höchst-Geheiligten und den Sich-Abspaltenden; und die fragten sie: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Die Dienenden antworteten: Noch nie hat ein Mensch so geredet wie dieser. Da antworteten ihnen die Sich-Abspaltenden: Habt ihr euch auch verführen lassen? Gelobt denn einer von den Ältesten oder den Sich-Abspaltenden auf ihn? Nur das Volk tut’s, das nichts vom Gesetz weiß; verflucht ist es.

Da spricht zu ihnen der Sieg beim (einfachen) Volke, der vormals zum Beistand G*ttes gelangt war und der (dennoch weiterhin) einer von den Sich-Abspaltenden war: Richtet denn unser Gesetz einen Menschen, ehe man ihn verhört und erkannt hat, was er tut? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch ein aus dem Kreislaufe Stammender? Forsche (in den in die Schöpfung hineingegrabenen Spuren der als Essenz Herausgezogenen Wahrheit) und sieh: Aus dem Kreislaufe heraus steht kein Sehendes auf. Und jeder ging heim. G*ttes Beistand jedoch ging zur Erhebung der Ölfrucht.

Heiligtum der Friedensstadt: Entschleierung des Bösen im Streit mit Sich-Abspaltenden

Und bei Sonnenaufgang näherte er sich wieder dem Heiligtum, und alles Volk gelangte zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie. Aber die Schriftgelehrten und die Sich-Abspaltenden brachten eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: Bewerkstelligendes, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Die als Essenz Herausgezogene Wahrheit aber hat uns durch den Trampelpfad geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du?

Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber der Beistand G*ttes beugte sich hinab und grub mit dem Finger etwas in die Erde hinein. Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne jede Absonderung ist, der werfe den ersten Stein auf sie.

Und er beugte sich wieder hinab und grub etwas in die Erde hinein. Die es Hörenden aber, unter dem (eigenen) Mitfühlen überzeugt werdend, verzogen sich, einer nach dem andern, beginnend bei den Ältesten; und G*ttes Beistand blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. Der G*ttesbeistand aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind deine Verkläger, Frau? Hat niemand gegen dich entschieden? Sie antwortete: Niemand, Bewerkstelligendes. Und der G*ttliche Beistand sprach: So entscheide ich auch nicht gegen dich; geh hin und sondere dich hinfort nicht mehr [durch Trampelpfad-Übertretungen] ab [von der g*ttlichen Rechtleitung].

Da redete der Beistand G*ttes abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Ordnung. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebendigseins halten.

Da sprachen die Sich-Abspaltenden zu ihm: Du gibst Zeugnis von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr. Der G*ttesbeistand antwortete und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst zeuge, ist mein Zeugnis wahr; denn ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wisst nicht, woher ich komme oder wohin ich gehe. Ihr (be)urteilt, indem ihr dabei nach dem Fleisch(lichen) schaut; ich (be)urteile nicht eines. Aber selbst falls ich (etwas) (be)urteile, so ist mein Urteilen nicht(s) verdeckend; denn ich existiere (beim Urteilen) nicht einzeln, sondern (als das Kollektiv) ‚ich und der Schöpfer, der mich entlassen hat‘. Auch steht in eurem Trampelpfad eingegraben, dass zweier Menschen Zeugnis wahr ist vor Gericht. Ich bin es, der durch sich selbst zeugt; und der Schöpfer, der mich entlassen hat, zeugt durch mich.

Da fragten sie ihn: Wo ist dein Schöpfer? Der G*ttesbeistand antwortete: Ihr begreift weder mich noch meinen Schöpfer; wenn ihr mich begreift, so müsstet ihr (zwangsläufig) auch meinen Schöpfer begreifen.

Diese Sätze äußerte der Beistand G*ttes an der Schatzwache, als er im Heiligtum lehrte; und niemand begriff ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. Da sprach G*ttes Beistand abermals zu ihnen: Ich gehe hinweg und ihr werdet mich suchen und in eurer Absonderung sterben. Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hingelangen.

Da sprachen die G*tteskundigen: Will er sich denn selbst töten, dass er sagt: Wohin ich gehe, da könnt ihr nicht hingelangen?

Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Ordnung her, ich bin nicht von dieser Ordnung her. Darum habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Absonderungen; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr sterben in euren Absonderungen.

Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Und G*ttes Beistand sprach zu ihnen: Eben das, was ich euch sage (als) den Urbeginn. Ich habe vieles durch euch zu reden und zu beurteilen. Aber dasjenige, was mich entlassen hat[, von dem ich also direkt ausgehe], das ist wahrhaftig, und was ich von diesem klingend vernommen habe, solcherlei rede ich zu der Ordnung.

Sie verstanden aber nicht, dass er zu ihnen vom (himmlischen) Schöpfer sprach.

Da sprach der G*ttesbeistand zu ihnen: Wenn ihr das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin und nichts wegen mir selber bewirke, sondern, wie mich der (himmlische) Schöpfer gelehrt hat, so rede ich. Und [Er, als] dasjenige, von dem ich ausgehe, ist (immer) mit mir. Er hat mich nicht als (einen) Einzelnen (von sich) fortgeschickt; denn ich bewerkstellige allezeit, was mit Ihm selbst übereinstimmt.

Als er das sagte, gelobten viele auf ihn.

Da sprach nun der Beistand G*ttes zu den G*tteskundigen, die auf ihn gelobten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig die aus-mir-Herauswachsenden und ihr werdet die Wahrheit erkennen – und die Wahrheit wird euch frei machen.

Da antworteten sie ihm: Wir sind Nachkommen des Vaters-vieler-Völker und sind niemals jemandes Knecht gewesen. Wie sprichst du dann: Ihr sollt frei werden?

G*ttes Beistand antwortete ihnen und sprach: In G*tt ist es begründet[, indem der lebendige G*tt euch aus dem Inneren heraus offenbaren kann]: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. Der Knecht bleibt nicht ewig im Haus; das vollkommene Abbild (hingegen) bleibt ewig. Wenn euch nun das vollkommene Abbild frei macht, so seid ihr wirklich frei. Ich weiß wohl, dass ihr Nachkommen des Vaters-vieler-Völker seid; aber ihr sucht mich zu töten, denn mein Wort findet bei euch keinen Raum. Ich rede, was ich von meinem direkten Erzeuger gesehen habe; und ihr tut, was ihr von eurem direkten Erzeuger gehört habt. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Der Vater-vieler-Völker ist unser Vater. Spricht der Beistand G*ttes zu ihnen: Wenn ihr Nachkommen des Vaters-vieler-Völker wärt, so tätet ihr (eines) Vaters-vieler-Völker Werke. Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, wie ich sie von G*tt gehört habe. Das hat der Vater-vieler-Völker nicht getan. Ihr tut die Werke eures Erzeugers.

Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren; wir haben einen Erzeuger: G*tt.

Der g*ttliche Beistand sprach zu ihnen: Wäre G*tt euer direkter Erzeuger, so liebtet ihr mich; denn ich bin von G*tt ausgegangen und komme von ihm; denn ich bin nicht von selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum versteht ihr denn meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt! Ihr habt den Auseinanderwerfenden zum direkten Erzeuger, und nach eures direkten Erzeugers Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Menschentöter von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der direkte Erzeuger der Lüge. Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. Wer von euch kann mich einer Absonderung zeihen? Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer von G*tt ist, der hört G*ttes Worte; ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von G*tt seid.

Da antworteten die G*tteskundigen und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht mit Recht, dass du ein Bewachender bist und einen Dämon hast?

G*ttes Beistand antwortete: Ich habe keinen Dämon, sondern ich ehre meinen direkten Erzeuger, aber ihr nehmt mir die Ehre. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie sucht, und er richtet. In G*tt ist es begründet […]: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit.

Da sprachen die G*tteskundigen zu ihm: Nun wissen wir sicher, dass du einen Dämon hast! Der Vater-vieler-Völker ist gestorben und die Sehenden, und du sprichst: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken in Ewigkeit?! Bist du etwa mehr als unser Vorvater, der Vater-vieler-Völker, der schließlich gestorben ist? Und auch die Sehenden sind gestorben – was machst du nur aus dir selbst?

G*ttes Beistand antwortete: Wenn ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein direkter Erzeuger, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser G*tt; und ihr kennt ihn nicht; ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen wollte: Ich kenne ihn nicht, so würde ich ein Lügner, wie ihr seid. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort. Der Vater-vieler-Völker, euer Vorvater, wurde froh, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.

Da sprachen die G*tteskundigen zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast den Vater-vieler-Völker gesehen?

Der G*ttesbeistand sprach zu ihnen: In G*tt ist es begründet[…]: Ehe der Vater-vieler-Völker entstanden ist, bin ich[ zu existieren bewirkt worden].

Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Aber der Beistand G*ttes verbarg sich und ging zum Heiligtum hinaus.

Umkehr irdischer Verhältnisse als Beweis den G*tteskundigen

Und G*ttes Beistand ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Und die aus ihm Herauswachsenden fragten ihn und sprachen: Bewerkstelligendes, wer ist in Absonderung begriffen (gewesen), dieser oder seine Älteren/Erzeuger, dass er blind geboren ist? Der G*ttesbeistand antwortete: Es hat weder dieser sich (zwangsläufig jemals) in Absonderung befunden, noch seine Älteren, sondern es sollen die Werke G*ttes offenbar werden an ihm. Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich entlassen hat, solange es hell ist; es kommt die Unbewusstheit, da niemand wirken kann. Solange ich in der Ordnung bin, bin ich das Licht der Ordnung.

Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden. Und er sprach zu ihm: Geh zum Teich, dessen innerstes Wesen das Eingesetzt-Sein ist – das heißt übertragen: (aus)gesandt – und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder. Die Nachbarn nun und die, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sprachen: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sprachen: Er ist’s; andere: Nein, aber er ist ihm ähnlich. Er selbst aber sprach: Ich bin’s. Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen aufgetan worden? Er antwortete: Der Mensch, dessen innerstes Wesen der Beistand G*ttes ist, machte einen Brei und strich ihn auf meine Augen und sprach: Geh zum Teich, dessen innerstes Wesen das Eingesetzt-Sein ist, und wasche dich! Ich ging hin und wusch mich und … ich sehe!

Da fragten sie ihn: Wo ist er? Er antwortete: Ich weiß es nicht. Da führten sie ihn, der vorher blind gewesen war, zu den Sich-Abspaltenden. Es war aber Sabbat an dem Tag, als der G*ttesbeistand den Brei gemacht hatte und seine Augen öffnete. Da fragten ihn auch die Sich-Abspaltenden, wie er sehend geworden wäre. Er aber sprach zu ihnen: Einen Brei legte er mir auf die Augen, und ich wusch mich und bin nun sehend. Da sprachen einige der Sich-Abspaltenden: Dieser Mensch ist nicht aus G*tt, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sprachen: Wie kann ein Mensch in Absonderung solche Zeichen tun? Und es entstand Zwietracht unter ihnen. Da sprachen sie wieder zu dem Blinden: Was sagst du von ihm, dass er deine Augen aufgetan hat? Er aber sprach: Er ist ein Sehender.

Nun glaubten die G*tteskundigen ihm nicht, dass er blind gewesen und sehend geworden war, bis sie die Älteren dessen riefen, der sehend geworden war, und sie fragten sie und sprachen: Ist das euer vollkommenes Abbild, von dem ihr sagt, er sei blind geboren? Wieso ist er nun sehend? Seine Älteren antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, dass dieser unser vollkommenes Abbild ist und dass er blind geboren ist. Aber wieso er nun sehend ist, wissen wir nicht, und wer ihm seine Augen aufgetan hat, wissen wir auch nicht. Fragt ihn, er ist alt genug; lasst ihn für sich selbst reden. Das sagten seine Älteren, denn sie fürchteten sich vor den G*tteskundigen. Denn die G*tteskundigen hatten sich schon geeinigt: wenn jemand ihn als den Gesalbten bekenne, der solle aus der Versammlung(sstätte) ausgestoßen werden. Darum (also) sprachen seine Älteren: Er ist alt genug, fragt ihn selbst.

Da riefen sie noch einmal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib G*tt die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist. Er antwortete: Ist er ein Sünder? Das weiß ich nicht; eins aber weiß ich: dass ich blind war und bin nun sehend. Da fragten sie ihn: Was hat er mit dir getan? Wie hat er deine Augen aufgetan? Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt und ihr habt’s nicht gehört! Was wollt ihr’s abermals hören? Wollt ihr (etwa) auch welche der aus-ihm-Herauswachsenden werden? Da schmähten sie ihn und sprachen: Du bist einer der aus-ihm-Herauswachsenden; wir aber sind die aus-der-(als Essenz)-Herausgezogenen-[Wahrheit]-Herauswachsenden. Wir wissen, dass G*tt mit der (als Essenz) Herausgezogenen [Wahrheit] geredet hat; woher aber dieser ist, wissen wir nicht. Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Das ist verwunderlich, dass ihr nicht wisst, woher er ist, und er hat (doch) meine Augen aufgetan. Wir wissen, dass G*tt diejenigen in Absonderung nicht erhört; sondern den, der g*ttesfürchtig ist und seinen Willen tut, den erhört er. Von Anbeginn der Ordnung an hat man nicht gehört, dass jemand einem Blindgeborenen die Augen aufgetan habe. Wäre dieser nicht aus G*tt, er könnte nichts tun. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Absonderungen geboren und lehrst uns? Und sie stießen ihn hinaus.

Es kam vor den G*ttlichen Beistand, dass sie ihn ausgestoßen hatten. Und als er ihn fand, fragte er: Gelobst du auf das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen? Er antwortete und sprach: Bewerkstelligendes, was ist dieses?, dass ich darauf gelobe. Der G*ttesbeistand sprach zu ihm: Du hast es gesehen, und das mit dir redet, das ist es. Er aber sprach: Bewerkstelligendes, ich gelobe (es)! … und er begann sich ihm anzunähern[ im Lebenswandel, geistig, wie leiblich].

Und der G*ttesbeistand sprach: Ich bin zur Berichtigung in diese Ordnung gekommen, damit, die nicht sehen, sehend werden, und die sehen, blind werden.

Das hörten einige der Sich-Abspaltenden, die bei ihm waren, und fragten ihn: Sind wir denn auch blind? G*ttes Beistand sprach zu ihnen: Wäret ihr (tatsächlich) blind, so hieltet ihr (euch) nicht (in) Absonderung; weil ihr aber sagt: Wir sind sehend, bleibt euer Zustand der Absonderung.

Tempelweihe: G*ttes Beistand als Tor zwischen Schöpfer und Schafen

In G*tt ist es begründet – ja, in G*tt ist folgendes begründet, indem der (sich in Liebe zu aller Schöpfung selbst aufopfernde) G*tt (aus dem Inneren heraus) dir offenbaren kann: Wer nicht zum Tor hineingeht in den Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber. Der aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirte der Schafe. Dem macht der Türhüter auf, und die Schafe hören das von ihm her bedeutungsvoll Erklingende; und er ruft seine Schafe bei ihrem innersten Wesen und führt sie hinaus. Und wenn er alle seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen dasjenige, das von ihm her bedeutungsvoll erklingt. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn das von Fremden her bedeutungsvoll Erklingende kennen sie nicht. Dies Gleichnis sagte G*ttes Beistand zu ihnen; sie verstanden aber nicht, was er ihnen damit sagte.

Da sprach der G*ttesbeistand wieder: In G*tt ist es begründet […]: Ich bin das Tor zu den Schafen. Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht. Ich bin das Tor; wenn jemand durch mich hineingelangt, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und wird Erquickung finden. Ein Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen. Ich bin gekommen, damit sie das Lebendigsein und Darüberhinausgehendes haben sollen.

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –, denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe. Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Schöpfer kennt und ich kenne den Schöpfer. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.

Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden das von mir her bedeutungsvoll Erklingende in verständlichen Tönen vernehmen, und es wird eine einzige Herde und ein einziger Hirte werden. Darum liebt mich mein direkter Erzeuger, weil ich mein Leben (da)hin stelle, um es daraufhin wieder zu nehmen. Niemand nimmt es (also) von mir (weg), sondern ich stelle es (da)hin von mir selbst. Ich habe Gewalt, es (da)hin zu stellen, und habe Gewalt, es wieder zu nehmen. Dies Gebot habe ich entnommen von meinem direkten Erzeuger.

Da entstand abermals Zwietracht unter den G*tteskundigen wegen dieser Worte. Viele unter ihnen sprachen: Er hat einen Dämon und ist von Sinnen; was hört ihr ihm zu? Andere sprachen: Das sind nicht Worte eines von-einem-Dämon-Besessenen; kann denn ein Dämon die Augen der Blinden auftun?

Es war damals das Fest der Weihe des Heiligtums in der Stadt des Friedens und es war Winter. Und der G*ttliche Beistand ging umher im Heiligtum in der Halle des Friedvollen. Da umringten ihn die G*tteskundigen und sprachen zu ihm: Wie lange hältst du uns im Ungewissen? Bist du der (zur Königsherrschaft über alle Lebens- und Seelenkräfte) Gesalbte, so sage es frei heraus. Der G*ttliche Beistand antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue im Verständnis des innersten Wesens meines direkten Erzeugers, die zeugen von mir. Aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen. Meine Schafe vernehmen in Verständnis das von mir her bedeutungsvoll Erklingende, und ich verstehe sie und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen das ewige Lebendigsein, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein direkter Erzeuger, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Schöpfers Hand reißen. [Das in aller Tiefe durchschaute ]Ich und der Schöpfer sind eine Einheit.

Da hoben die G*tteskundigen abermals Steine auf, um ihn zu steinigen. G*ttes Beistand sprach zu ihnen: Viele gute Werke habe ich euch erzeigt vom Schöpfer; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen? Die G*tteskundigen antworteten ihm und sprachen: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der G*tteslästerung willen, denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu G*tt. Der G*ttesbeistand antwortete ihnen: Steht nicht eingegraben in euren Trampelpfad: »Ich habe gesagt: Ihr seid Götter«? Wenn er diejenigen Götter nennt, zu denen das Wort G*ttes geschah – und die [durch die Wahrheit] in die Schöpfung hinein gegrabene Spur kann doch nicht übergangen werden –, wie sagt ihr dann zu dem, den der Schöpfer geheiligt und in die Ordnung entlassen hat: Du lästerst G*tt –, weil ich sage: Ich bin G*ttes vollkommenes Abbild? Bewirke ich nicht die Werke meines direkten Erzeugers, so glaubt mir (halt) nicht; bewirke ich sie aber, so glaubt doch den Werken, wenn ihr mir nicht glauben wollt, damit ihr erkennt und wisst, dass der Schöpfer in mir ist und ich in ihm. Da suchten sie abermals, dies zu (be)greifen. Doch es entging (weiterhin) ihrer Handhabe.

Daraufhin ging es wieder fort auf die andere Seite des Hinabsteigenden an den Ort, wo vorher G*ttes Gnade gereinigt hatte, und blieb dort. Und viele kamen zu ihm und sprachen: G*ttes Gnade hat kein Zeichen getan; aber alles, was G*ttes Gnade von Diesem gesagt hat, das ist wahr. Und es gelobten dort viele auf ihn.

Erweckung des Lieblingsjüngers und freiwilliger Antritt des Selbstaufopferungspfades

Es befand sich aber [nun] einer in Kraftlosigkeit, (und zwar) der G*ttgepanzerte, aus dem Hause des Gegebenen, dem Gehege der Erbitterten und ihrer Schwester, der Gebieterin. Die Erbitterte aber war es, die das Bewerkstelligende mit Myrrhe gesalbt und die dessen [es-mit-dem-Irdischen-in-Kontakt-bringende] Vehikel mit ihrem eigenen Skalp ausgeknetet hatte. Deren Bruder, der G*ttgepanzerte, war kraftlos. Da(her) entsandten die Schwestern (etwas) zu ihm, um ihm zu sagen: Bewerkstelligendes, siehe, der, den du lieb hast, ist kraftlos. Als G*ttes Beistand dies in Verständnis vernahm, sprach er: Diese Kraftlosigkeit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung (des lebendigen) G*ttes, damit das vollkommene Abbild (des lebendigen) G*ttes dadurch verherrlicht werde.

Der G*ttesbeistand aber hatte die Gebieterin lieb und ihre Schwester und den G*ttgepanzerten. Als er nun hörte, dass dieser kraftlos war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war; danach spricht er zu den aus-ihm-Herauswachsenden: Lasst uns wieder in die Region der G*tteskundigkeit ziehen! Die aus-ihm-Herauswachsenden aber sprachen zu ihm: Bewerkstelligendes, eben noch wollten die G*tteskundigen dich steinigen, und du willst wieder dorthin ziehen?

Der G*ttliche Beistand antwortete: Hat nicht der Tag zwölf Stunden? Wer bei Tag umhergeht, der stößt sich nicht; denn er sieht das Licht dieser Ordnung. Wer aber bei Unbewusstheit umhergeht, der stößt sich; denn es ist kein Licht in ihm. Das sagte er und danach spricht er zu ihnen: Der G*ttgepanzerte, unser Freund, schläft, aber ich gehe hin, ihn aufzuwecken.

Da sprachen die aus-ihm-Herauswachsenden: Bewerkstelligendes, wenn er schläft, wird es besser mit ihm werden. Der G*ttesbeistand aber sprach von seinem Tode; sie meinten aber, er rede vom leiblichen Schlaf. Da sagte es ihnen der G*ttesbeistand frei heraus: Der G*ttgepanzerte ist gestorben; und ich bin froh um euretwillen, dass ich nicht da gewesen bin, auf dass ihr gelobet. Aber lasst uns zu ihm gehen!

Da sprach der Heile, der auch Zwilling genannt wird, zu den (anderen) aus-dem-G*ttesbeistand-Herauswachsenden: Lasst uns mit ihm gehen, dass wir mit ihm sterben!

Als G*ttesbeistand (an)kam, fand er den G*ttgepanzerten schon den vierten Tag im Grabe liegen. Das Haus des Gegebenen aber war nahe bei der Stadt des Friedens, etwa eine halbe Stunde entfernt. Und viele G*tteskundige waren zur Gebieterin und zur Erbitterten gekommen, sie zu trösten wegen ihres Bruders. Als die Gebieterin nun hörte, dass der Beistand G*ttes (her)kommt, geht sie ihm entgegen; die Erbitterte aber blieb daheim sitzen. Da sprach die Gebieterin zum G*ttlichen Beistand: Bewerkstelligendes, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Was du erbittest von G*tt, das wird dir G*tt geben.

Der G*ttesbeistand spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Die Gebieterin spricht zu ihm: Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird – bei der Auferstehung am Jüngsten Tage. Der G*ttesbeistand spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer auf mich gelobt, der wird lebendig sein, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und gelobt auf mich, der wird nimmermehr sterben.Glaubst du das? Sie spricht zu ihm: Ja, Bewerkstelligendes, ich glaube, dass du das (zur Herrschaft über alles) Gesalbte bist, das vollkommene Abbild des lebendigen G*ttes, das in die Ordnung hinein gekommen ist.

Und als sie das gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre Schwester, die Erbitterte, heimlich und sprach zu ihr: Das Bewerkstelligende ist da und ruft nach dir. Als die Erbitterte das hörte, stand sie eilend auf und gelangte zu ihm. Der G*ttesbeistand aber war noch nicht in das Gehege gekommen, sondern war noch dort, wo ihm die Gebieterin begegnet war.

Als die G*tteskundigen, die bei ihr im Hause waren und sie trösteten, sahen, dass die Erbitterte eilend aufstand und hinausging, folgten sie ihr, weil sie dachten: Sie geht zum Grab, um dort zu weinen. Als nun die Erbitterte dahin kam, wo G*ttes Beistand existierte, und seiner gewahr wurde, fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm: Bewerkstelligendes, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.

Als G*ttes Beistand sah, wie sie weinte und wie auch die G*tteskundigen weinten, die mit ihr gekommen waren, atmete er (tief) das Hauchende ein und wurde aufgewühlt dadurch und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie antworteten ihm: Bewerkstelligendes, komm und sieh es! Und der Beistand G*ttes ließ Tränen (fließen). Da sprachen die G*tteskundigen: Siehe, wie hat er ihn lieb gehabt! Einige aber unter ihnen sprachen: Er hat dem Blinden die Augen aufgetan; konnte er nicht auch machen, dass dieser nicht sterben musste? Da wurde der Beistand G*ttes abermals aufgewühlt und kam zum Grab. Es war aber eine Höhle und ein Stein lag davor.

Der G*ttesbeistand sprach: Hebt den Stein weg! Spricht zu ihm die Gebieterin, die Schwester des Verstorbenen: Bewerkstelligendes, er riecht schon; denn er liegt dort den vierten Tag.

Der G*ttesbeistand spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit (des lebendigen) G*ttes sehen? Da hoben sie den Stein weg. Der Beistand G*ttes aber hob seine Augen auf und sprach: (Himmlischer) Schöpfer, ich danke dir, dass du mein Gebet in Verständnis vernommen hast. Ich weiß, dass du allezeit mein Rufen in Verständnis vernimmst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich’s, damit sie glauben, dass du selbst mich eingesetzt hast.

Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: G*ttgepanzerter, komm heraus!

Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Der G*ttesbeistand spricht zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn gehen!

Viele nun von den G*tteskundigen, die zu der Verbitterten gekommen waren und sahen, was der Beistand G*ttes bewirkte, gelobten auf ihn. Einige aber von ihnen gingen hin zu den Sich-Abspaltenden und sagten ihnen, was G*ttes Beistand bewirkt hatte. Da versammelten die Höchstgeheiligten und die Sich-Abspaltenden das Zusammensitzen und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch bewirkt viele Zeichen. Lassen wir ihn so, dann werden sie alle auf es geloben, und dann kommen die Starken und nehmen uns Land und Kultur.

Einer aber von ihnen, der Felsen, der in dem Jahr Höchstgeheiligter war, sprach zu ihnen: Ihr wisst nichts; ihr bedenkt auch nicht: Es ist zusammenbringend für euch, wenn ein Mensch stirbt über einer größeren Menge Menschen, als dass die ganze Kultur verderbe.

Das sagte er aber nicht von sich aus, sondern weil er in dem Jahr Höchstgeheiligter war, weissagte er. Denn G*ttes Beistand sollte sterben über dieser Kultur, und nicht über dieser Kultur allein, sondern auch, um die verstreuten (ihm Nachkommenden) Hervorrufungen G*ttes zusammenzubringen. Von dem Tage an war es für sie beschlossen, dass sie ihn töteten.

Der G*ttesbeistand aber bewegte sich nicht mehr offen unter den G*tteskundigen, sondern entschwand von dort weg, in eine Region nahe der Einsamkeit, in eine Stadt mit dem innersten Wesen der Üppigkeiten, und blieb dort mit den aus-ihm-Herauswachsenden. Es war aber nahe das Fest des Auszuges der G*tteskundigen; und viele aus dieser Region gingen hinauf nach der Stadt des Friedens vor dem Fest, dass sie sich reinigten. Da fragten sie nach dem Beistand G*ttes und redeten miteinander, als sie im Heiligtum standen: Was meint ihr? Er wird doch nicht zum Fest kommen? Sowohl die Höchst-Geheiligten als auch die Sich-Abspaltenden hatten nämlich das Gebot (aus)gegeben: Wenn jemand weiß, worauf (begründet) dieses existiert, soll er es offenlegen, damit (auch) sie es begreifen könnten.

Sechs Tage vor dem Fest des Auszuges kam der Beistand G*ttes ins Haus des Gegebenen, wo der G*ttgepanzerte war, den der G*ttesbeistand auferweckt hatte aus dem Tot-Sein. Dort machten sie ihm ein Mahl und die Gebieterin diente ihm; der G*ttgepanzerte aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch lagen. Da nahm die Erbitterte ein Pfund Myrrhe von unverfälschter, kostbarer Narde und salbte die Füße des G*ttlichen Beistands und knetete mit ihrem eigenen Skalp seine Füße aus; das Haus aber wurde ausgefüllt vom Duft der Myrrhe. Da sprach einer der aus-ihm-Herauswachsenden, der G*tteskundige aus dem (baulich) Zugerichteten, der ihn hernach überlieferte: Warum ist diese Myrrhe nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft worden und den Armen gegeben?

Das sagte er aber nicht, weil er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, denn er hatte das Kästchen und nahm an sich, was gegeben war. Da sprach G*ttes Beistand: Lass sie in Frieden! Es soll gelten für den Tag meines Begräbnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.

Da erfuhr eine große Menge der G*tteskundigen, dass er dort war, und sie kamen nicht allein um des Beistandes G*ttes willen, sondern um auch das G*ttgepanzerte zu sehen, das er aus dem Tot-Sein erweckt hatte. Aber die Höchstgeheiligten beschlossen, auch das G*ttgepanzerte zu töten; denn um dessen willen gingen viele G*tteskundige hin und gelobten auf den Beistand G*ttes.

Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass der G*ttesbeistand in die Stadt des Friedens gelangen würde, nahmen sie Zweige des Phönix und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: Oh, steh uns bei, errete uns! Gelobt sei, der da kommt im Verständnis des innersten Wesens des Bewerkstelligenden, das alleinige Bestimmende über die Streiter für (den lebendigen) G*tt!

G*ttes Beistand aber fand ein Eselein und setzte sich darauf, wie in die Schöpfung hinein gegraben zu lesen ist: »Fürchte dich nicht, du Tochter des Sich-Erhaben-Erhebenden (über der Stadt des Friedens)! Siehe, dein alleiniges Bestimmendes kommt und reitet auf einem Eselsfohlen.« Das verstanden die aus-ihm-Herauswachsenden zuerst nicht; doch als G*ttes Beistand (dann) verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies über ihn hinein gegraben war in die Schöpfung und sie (es tatsächlich genau) so mit ihm getan hatten.

Das Volk aber, das bei ihm war, als er das G*ttgepanzerte aus dem Grabe gerufen und aus dem Tot-Sein auferweckt hatte, rühmte die Tat[, machte sie weit bekannt]. Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan. Die Sich-Abspaltenden aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle(s aus der) Ordnung gelangt zu ihm.

Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um sich (dem lebendigen) G*tt anzunähern in ihrem Lebenswandel auf dem Feste. Die traten zu dem Pferdemögenden, der aus dem Hause des Fischens im Kreislaufe war, und baten ihn und sprachen: Bewerkstelligendes, wir wollten den G*ttlichen Beistand gerne sehen. Der Pferdemögende kommt und sagt es dem Mannhaften, und der Pferdemögende und der Mannhafte sagen es weiter an den G*ttesbeistand. Der G*ttesbeistand aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist gekommen, dass das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen verherrlicht werde.

In G*tt ist es begründet […]: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Wer sein Leben lieb hat, der wird’s verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird’s erhalten zum ewigen Lebendigsein. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Dienender auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein direkter Erzeuger[, der Schöpfer,] ehren.Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Schöpfer, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Schöpfer, verherrliche dein innerstes Wesen! Da kam eine Stimme aus dem Himmel: Ich habe es verherrlicht und will es abermals verherrlichen.

Da sprach das Volk, das dabeistand und zuhörte: Es hat gedonnert. Die andern sprachen: Ein Botenwesen hat zu ihm gesprochen. Der Beistand G*ttes antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen.

Jetzt beginnt der Berichtigungsprozess über dieser Ordnung; nun wird der Erste dieser Ordnung ausgestoßen werden. Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Das sagte er aber, um anzuzeigen, welchen Todes er sterben würde.

Da antwortete ihm das Volk: Wir haben aus dem Trampelpfad verstehend vernommen, dass das Gesalbte in Ewigkeit bleibt; wieso sagst du dann: Das vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen muss erhöht werden? Wer ist dieses vollkommene geistige Abbild des Erdenmenschen?

Da sprach der G*ttesbeistand zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, damit euch die Finsternis nicht überfalle. Wer in der Finsternis wandelt, der weiß nicht, wo er hingeht. Gelobt auf das Licht, solange ihr’s habt, damit ihr direkte Nachkommen des Lichtes werdet. Das redete G*ttes Beistand und verschwand, sich vor ihnen verbergend.

Und obwohl er solche Zeichen vor ihren Augen bewirkte, gelobten sie doch nicht auf ihn, damit erfüllt werde der Spruch des Sehenden, dessen innerstes Wesen ewiges Erretet-Sein ist, den er sagte: »Bewerkstelligendes, wer glaubt unserm Predigen? Und wem ist der Arm des Bewerkstelligenden offenbart?« Darum konnten sie nicht glauben, denn das ewige Errettet-Sein hat wiederum gesagt: »Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich ihnen helfe.« Das hat das Ewige-Errettet-Sein gesagt, weil es Seine Herrlichkeit sah und (es) redete von Ihm.

Doch auch von den Ältesten glaubten viele an ihn; aber um der Sich-Abspaltenden willen bekannten sie es nicht, um nicht aus der Versammlungsstätte ausgestoßen zu werden. Denn sie hatten lieber Ehre bei den Menschen als Ehre bei G*tt.

G*ttes Beistand aber rief: Wer auf mich gelobt, der gelobt nicht auf mich, sondern auf den, der mich entlassen hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich entlassen hat. Ich bin in die Ordnung hinein gekommen als ein Licht, damit, wer auf mich gelobt, nicht in der Finsternis bleibe. Und wer meine Worte in Verständnis vernimmt und bewahrt sie nicht, den werde nicht ich berichtigen; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Ordnung berichtige, sondern dass ich die Ordnung auflöse. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen (Be-)Richt(ig)er: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn berichtigen am Jüngsten Tage. Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Schöpfer und direkte Erzeuger, der mich entlassen hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich bewirken und reden soll. Und ich weiß: sein Gebot ist gleichbedeutend mit dem ewigen Lebendigsein. Darum: was ich auch rede, das rede ich so, wie es mir der Schöpfer gesagt hat [und nicht so, wie es irgendein Mitmensch oder gar eine abstrakte Institution es vermutlich gerne hätten …].

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