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24. Dezember – der Kreis schließt sich …

24. Dezember 2014

Aus den Urkräften heraus sprosste zuerst das göttliche Schöpferwort, und das Wort war Sohn dem allmächtigen Gott, und es war selbst von rein göttlichem Wesen.

Dies Wort also war als Erstgeschaffenes hervorgegangen aus den Urkräften des einzigen Unerschaffenen heraus.

Alle Dinge der Welt sind in dem Wort geboren, und außerhalb desselben ist nichts je gewesen, das in der Zeit entstanden ist.

In dem Wort lag alles Potential zum Leben, und dieses Leben wurde später das innere Licht der Menschen, als der Weg zur Selbsterkenntnis.

Und das Licht scheint in der Finsternis, es webt als das Leben in der Materie; und die Finsternis der Materie hat das Licht des Lebens nicht löschen können, die Finsternis kann dem Licht auch niemals gleich werden – sie weicht also stattdessen dem Licht.

Jedem nun, der es nach diesem ‚Schnupperkurs‘ immer noch ‚ernst meint‘ mit der Suche nach Religion in diesem engeren Sinne, dem sei empfohlen, tagtäglich das folgende 5-Punkte-Programm zu absolvieren:

  1. Beim Aufwachen: Eröffnungs-Worte dreimal sprechen, folgende 9 Verse lesen

  2. Tagsüber: ein Kapitel des Johannes-Textes lesen/hören und ‚durchleben‘

  3. Abends: Rückschau auf den Tag halten und Überblick übers ganze Leben vor Augen rufen

  4. Vor dem Einschlafen: min. 12 Minuten im Dunkeln sitzend Eröffnungs-Mantra wiederholen

  5. Beim Einschlafen: Geistig ‚dabei‘ bleiben, das Bewusstsein in den Schlaf hinüber bringen (versuchen)

Beginnen sollte man vorher jedoch mit ein bis zwei Wochen regelmäßiger Meditation allein über dem johanneischen Eröffnungswort. Hat man etwa diesen Adventskalender tatsächlich in den Tagen der Adventszeit gelesen, dann empfiehlt es sich, bis zum Gedenktag der Jordantaufe (am ersten Sonntag nach dem 6. Januar) lediglich über dem Eröffnungsmantra zu meditieren, dazu eine allabendliche Rückschau auf den vergangenen Tag und auf das gesamte eigene Leben zu halten, und dann erst mit dem eigentlichen Programm anzufangen. Dieses eigentliche Programm bestehe dann darin, sich die Zeit bis Ostern in zwölf gleich lange Abschnitte einzuteilen, und in jedem dieser Zeitabschnitte eines der ersten zwölf Kapitel des Evangeliums nach Johannes in den Fokus der Meditation zu stellen. Gelangt man dann gegen Ostern an die Kapitel der eigentlichen Einweihung (ab Kapitel 13), sollte man intuitiv in der Lage sein, sich selbständig alles weitere anzueignen, indem man sich gegebenenfalls auch auf die Suche nach entsprechender weiterführender Literatur macht. Dieser 24-tägige ‚Schnupperkurs‘ beinhaltet schließlich nur einen verschwindenden Bruchteil des tradierten Wissens zu den traditionellen sieben Einweihungs-Graden. Die letzte ausführliche Darlegung findet sich übrigens vor rund hundert Jahren bei Rudolf Steiner.

Die allabendliche Rückschau auf den Tag und das ganze Leben sollte übrigens möglichst auch tatsächlich rückwärts die Zeit entlang erfolgen; also nicht jedes Mal beim Aufwachen/bei der Geburt beginnen, sondern stets im Hier und Jetzt und von hier aus dann Schritt für Schritt rückwärts in Richtung Aufwachen am Morgen/Geburt. Mit dieser Vorgehensweise gewöhnt man sich bereits im Vorfeld an eine gewichtige Eigenart aller seelischer Wahrnehmung.

Aber so oder so – die letzten Verse des Evangeliums nach Johannes seien heute in jedem Fall noch durchlebt. Man mache sich an ihnen klar: Noch viel mehr, sehr, sehr viel mehr gibt es zu erkennen; in der Welt, und besonders in dem wunderbaren Buch, dem all dies entnommen ward.

15Als sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer!

16Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!

17Spricht er zum dritten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Petrus wurde traurig, weil er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb?, und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!

18Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wo du hinwolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und führen, wo du nicht hinwillst.

19Das sagte er aber, um anzuzeigen, mit welchem Tod er Gott preisen würde. Und als er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach!

20Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus lieb hatte, der auch beim Abendessen an seiner Brust gelegen und gesagt hatte: Herr, wer ist’s, der dich verrät?

21Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem?

22Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!

23Da kam unter den Brüdern die Rede auf: Dieser Jünger stirbt nicht. Aber Jesus hatte nicht zu ihm gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an?

24Dies ist der Jünger, der dies alles bezeugt und aufgeschrieben hat, und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.

25Es sind noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat. Wenn aber eins nach dem andern aufgeschrieben werden sollte, so würde, meine ich, die Welt die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären.

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