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Kräuterbüchlein: Selbstbetrachtungen (Proto I)

6. September 2013

KRÄUTERBÜCHLEIN

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Selbstbetrachtungen

(Band Eins: Version „super light“)

Vorwort eines megalomanischen Autors?!

(Warum dies eine Geschichte der Welt ist – und zwar eine davon, wie sie sich (aus der Perspektive eines konkreten Menschen heraus natürlich) selbst erkennt …)

Vorneweg: Dieses Kräuterbüchlein ist nur mit Umsicht weiterzuverbreiten – wenn überhaupt. Eigentlich ist es schlichtweg „nicht zu empfehlen“. Und doch: Wenn man sich dazu entschließt, die Reise anzutreten – dann kann man davon profitieren. Unter Umständen – unter … „den richtigen Sternen“, nur „so Gott will“, mit … viel „Glück“ … „Profitieren“ – in einem ganz und gar nicht-ökonomischen Sinne allerdings. Stattdessen in einem Sinn, der aller „Ökonomie“ erst ihre schiere Existenz ermöglicht. Aber das sollte klar sein – andernfalls dürften die letzten Sätze bereits „zu hoch“ gewesen sein und man sollte vielleicht gar nicht erst Versuchen auch noch die nächsten Tausendseiten zu erklettern … „Spaß“ beiseite. Und übrigens: An die inflationäre Zupflasterung mit stilistischen Gänsefüßchen kann sich schon jetzt gewöhnt werden. „Manchmal“ muss es halt der Wink mit dem Zaunpfahl sein.

Um nun auch den meist-möglichen Nutzen aus all der Arbeit zu ziehen – denn Arbeit ist das Lesen der folgenden Seiten allerdings – wird an dieser Stelle die folgende Empfehlung ausgesprochen: Man möge das Büchlein gleich 3 mal lesen! Erst als „super light“-Version (1+4+7), dann als eigentliche „light“-Version (1+2+4+6+7), dann endlich als „director´s cut“, als Vollversion mit allen Büchern (1-7). Warum? Darum. Warum sonst? Denkt drüber nach.

Und auch der, der ob dieser frechen Bitte nur müde lächelt und nicht im Traum daran denkt, diesen Wälzer tatsächlich dreifach durchzuackern – auch er wird nicht drum herum kommen, diese Bitte zumindest im Hinterkopf zu behalten und sich unterbewusst Gedanken dazu zu machen, was denn die Intentionen dahinter sein könnten. Also Pech gehabt – noch jedoch könnt ihr aussteigen. Leichter ist es.

Ja, diese Schrift: sie ist durchaus manipulativ, in gewisser Weise – aber nicht heimlich manipulativ, sondern im Bestreben des Lehrens; ohnehin wird der Schreibstil und die stellenweise mehreren parallelen Ebenen der Symbolik „aussieben“: Jeder wird genau soviel mitnehmen aus dem Konsum, wie er verträgt. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Im Falle des Weniger führt das dazu, dass das Mitgenommene vielleicht für immer unterbewusst verbleibt. Erst bei Bewusstmachung aber kann man aktiv sein Glück finden, statt es nur gegebenenfalls zu genießen.

Kurzum: Es steckt hier durchaus ein (hoffentlich halbwegs sinnvolles) „didaktisches“ Konzept hinter dem gewöhnungsbedürftigen Gesamtaufbau, hinter der Empfehlung des dreifach-gestaffelten Lesens, hinter dem Einsatz von Einschüben in eckigen [und spitzen] Klammern zur Skizzierung eines allmählichen Überarbeitungsprozesses – letztlich kann dies als Metapher für die interpretative Herangehensweise ans eigene Leben insgesamt – speziell an die eigene Vergangenheit, die der erste wichtige Schlüssel ist – gesehen werden: man entfaltet, maximiert seine persönliche Geschichte nicht nur in der Zukunft, sondern auch „nachträglich“ in der Vergangenheit. Denn nicht immer sind wir damals im konkreten Moment „wir selbst“ gewesen. Hat uns hier und da etwa eine helfende Hand geführt, die wir erst heute als unsere eigene erkennen, als die Führung unseres „höheren Selbstes“? Wenn ja: Wie machen wir uns diese „helfende Hand“ zu … Nutze?

Nein. Dies ist kein Handbuch für den ambitionierten Faschisten – aber zugegeben: Ein solcher wird viel „hilfreiches“ Material hierin finden, zweifellos. Trotzdem ist er gezwungen, sich die Dinge per Hand herauszuschälen – und hierbei wird er zwangsläufig ein bisschen von der „nervigen Trägersubstanz“ mit abbekommen; und diese Trägersubstanz ist eigentlich der Hauptwirkstoff, der versuchen wird, das Unterbewusstsein zu infiltrieren, ja: der wie ein mentaler Virus den Geist zu infizieren beginnt – auf dass aus dem egomanischen Faschisten letztlich doch ein bloßer Egoist wird, dessen Ego zwar zunächst immer weiter aufgebläht wird, dabei immer durchsichtiger wird – und sich letztlich auflöst im … Nichts. Und dann kann der einstige Egoist beginnen, sich sein neues Ego zu gießen, diesmal als Maske, als Werkzeug – denn er hat eingesehen, dass er „sich selbst“ am meisten hilft, indem er „sich selbst“ befreit … der Faschist mit Mitgefühl ist geboren (vor hundert Jahren noch nannte ihn Nietzsche den „Übermensch“ – aber schon seit Menschengedenken wird dieses Konzept angenähert, indem vom „Pfad der Erleuchtung“, von der „Apotheose des Menschen“ oder schlicht von „Göttern und Teufeln“ gemunkelt wurde … Doch immer werden bestimmte Aspekte hervorgehoben, andere sind unterrepräsentiert. Nur das, was dabei all diesen Beschreibungsversuchen gemein bleibt – das vermittelt eine Ahnung davon, was mit solcherlei Konzept(en) gemeint ist. Im Grunde ist dieses Buch hier also nur eine dieser theoretisch unendlich vielen Varianten, die ihre Überbetonungen und ihr Übersehenes hat, ganz zu schweigen von der omnipräsenten, rein subjektiven Verblendung, die jedem Menschen, der noch ein Funken Mensch geblieben ist, die Sicht zeitweise vernebelt. Die hier dargelegte Perspektive auf das Ganze könnte (vordergründig wenigstens) als direkter Gegenentwurf verstanden werden zu Nietzsches Überbetonung eines Stoa-Macchiavelli-Hybridischen, seines Faschismus in hehrer Absicht, der im klassischen Psychopathen genau dann das menschliche Ideal erblickt, wenn dieser Psychopath etwas Höheres verfolgt, anstatt nur seine eigene Existenz als „Person“ zu optimieren.

Ja, dieses Büchlein ist eine Herausforderung für die Herrschsüchtigen: Versucht´s doch, euch hieraus nur das „magische Wissen“ herauszusieben, das euch zu Macht über Mitmenschen verhilft … Vielleicht gelingt es euch, ohne dass ihr gleichzeitig euren Drang nach Geltung einbüßt, eintauscht gegen den Willen zum Höheren. Passt also auf, dass ihr nicht versehentlich irgendwo, irgendwann die „Idee des Guten“ erhascht – hat doch Platon bereits davor „gewarnt“: Wer sie einmal „gesehen“, der wird nie wieder gegen sie handeln (können)! Also denn: Wagt euch ran! Tut, was ihr für richtig haltet! Seid, was ihr seid – nein, werdet, was ihr seid!

Und beim Lesen vergesst nicht: „Ich habe hier bloß aus gepflückten Blumen einen Strauß gemacht, und nichts eigenes hinzugefügt als den Faden, der sie verbindet.“ (Wortlaut Montaigne, laut Helena Blavatsky, die dieses Zitat ihrer „Geheimlehre“ voranstellte …) Das ganze Büchlein steht unter dem Meta-Motto „Truth is a pathless land“ (Jiddu Krishnamurti, in seinen späteren Jahren …). Sogenannte „Weisheiten“ beziehen ihren Wert nicht aus sich selbst, sondern aus dem, was möglichst viele Menschen aus ihnen für sich ganz persönlich gemacht haben. Es handelt sich um explizit nichts „Intersubjektives“!

Und so ist auch alles hier drin Beschriebene nur ein individueller, letztlich zufälliger Weg, der einen unbedeutenden Daseinsanteil dorthin geführt hat, wo er zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Zeilen „ist“, alles weitere hängt nicht mehr an diesem demütigen Schreiberling, sondern an der Gunst des Weltengangs und dem Willen der etwaigen Leser. Denn nicht, wer einen Text geschrieben hat – wer den Text liest, entscheidet über die Wirkung desselben (freilich steht es immer auch dem ursprünglichen Autor frei, seinen eigenen Text zu konsumieren … und auf einer hohen gedanklich-abstrakten Betrachtungsebene ist es in der Tat so, dass jedes Lesen ein Lesen der eigenen Zeilen sein muss).

So liegt es denn an Dir, treuer Leser, der du dich immerhin schon der ersten Fünf Seiten hast angenommen – wirst du den unbequemen Weg aus der Hölle hinaus antreten? Oder hoffst du weiter darauf, dich hier irgendwann einmal halbwegs gut eingerichtet zu haben?

Es liegt nur bei Dir.

+++

Auf welchem Pfad schreitest du

und bist du schon immer geschritten,

auf dass du auf ihm auch für immer wirst schreiten?

+++

„Wie man wird, was man ist“.

Manchem ist dieser Satz eine Überschrift wert gewesen.

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+

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Salam, Schalom, Peace!

Juchanan von Edessa (Frankfurt am Main, 12. September 2014)

+

PS: Achja: Dies alles ist nichts weiter als … ein „leerer Signifikant“.

———————

als PDF zum Download:

Kräuterbüchlein: Selbstbetrachtungen (Band I) – „super light“-Version

… und für wenigstens eine Ahnung vom zu erwartenden Inhalt dieser rund 380 Seiten:

„Inhaltsverzeichnis“

(… auch wenn´s wohl mehr Rätsel aufwirft, als Antworten liefert …)

Vorwort eines megalomanischen Autors?! (Warum dies eine Geschichte des Kosmos ist, wie er sich – aus der Perspektive eines konkreten Menschen heraus – selbst erkennt …)
.
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Buch 1: „Tagebuch mit Abschweifen“ (oder: Abschweifen mit Tagebuch …)
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Fahrt in der Rikscha, 5. Januar 1013
Vorrede in der Rückschau II
§1 Blog-Vermerk von Anfang Juni 2012 Oha – das Leben ist ja doch kein Hundesohn!
§2 Zum Zweck dieser Selbstbetrachtungen (etwa April 2012)
Mai 2012
§3 Zum bewussten und unbewussten Suchen
§4 Zum Begriff der Spiritualität
§5 Zur Entwicklung einer persönlichen Spiritualität
Juni 2012
§6 Zur Freimaurerei
§7 Zu meinem Einstieg ins philosophische Denken
§8 Zum Leben in Askese
§8a (ein wichtiger Verweis auf Nietzsche)
§9 Zum Leistungssport
§10 Zur Tugend
§11 Zur vermaledeiten Zeit … Zur möglichen Zyklizität der isoliert betrachteten Zeit des Universums
§12 Wissenschaft zwischen Gesetzen und Konventionen
Juli 2012
§13 Zum Helfen und Ratgeben
§14 – „—“ II
§15 – Eine Korrespondenz
§16 Zum Begriff “freier Mann von gutem Ruf”
August 2012
§17 Zu meinen ersten Schritten im philosophischen Schreiben
September und Oktober 2012
§18 Überlegungen zur Mystik als dem vermeintlichen Königsweg zu sogenannter “Glückseligkeit”
§19 Die Gleichung eines erkennenden Bewusstseins
Eine nicht ganz ernstgemeinte (oder wenigstens stark „stilisierte“) algebraische Beweisführung für die These, alles Sein sei Illusion; bzw. für den Primat des Nichts über das Alles – Humor, den wohl der Gelegentliche nur begreift
§19a – Das Begriffsnetz und dessen Synthese ins Weltbild
§20 – Mystik und Philosophiegeschichte
§21 Noch einige Sätze zur Beschaffenheit der Zeit … von einem mystischen Standpunkt aus, der sich auf “die Mitte” beruft, also “das Nichts” als wahre Basis zwar anerkennt, aber “das Alles” dabei nicht verdammt oder gar verleugnet …
§22 – „Mystische Zukunftsszenarien“?
November 2012
§23 Mein (vorerst abschließendes) Bild von der Freimaurerei nach einigen besuchten Gästeveranstaltungen
Dezember 2012
§24 Zum Thema Sprachpolitik, europäisches Zusammenwachsen und mehr – Ausschnitte aus einem Briefwechsel
§25 Gedanken zur Sprache als Machtinstrument
Anfang 2013
§26 noch ein seichterer Briefwechsel zum Abschluss (zu sprachlicher Identität und gesellschaftlichen Machtverhältnissen)
§27 Nachtrag vom 25. Oktober 2012: Ein Bruch im Konzept
§28 Selbst-Therapie 2005-2012 (Blog-Eintrag vom 4. Dezember 2012)
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Buch 4: Thesen, Skizzen – Aphorismen? – Nur Gedankensplitter in Wortmatsch …
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Vorwort … Hamburg, Juni 2013
1. Zur Religion (§§“1-12″)
2. Zur Moral (§§“1-10″)
3. Zum Streben nach Gleichgewicht („§§1-13“)
4. Zum Tod („§§1-7, 8, 9 – im Optimalfall auch 10“)
5. Zum Leben („§§1-13“)
6. Zur Gesellschaft („§§1-16“)
7. Zur Geschichte der Menschheit („§§5-12“)
8. Zum Komplementärverhältnis von “Alles*” und “Nichts*” („§§1-8“)
9. Zum Streben nach Weisheit („§§1-28“)
10. Zum Pfad hinüber …
Panther Rey
Schahada
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.
Buch 7: Nachgesang: Rückblicke, Deutungen, Vorgriffe
.
Vorwort, “aus dem Auge des Sturms” – Spätsommer 2013
.
1. Rückblick auf ein Jahr des Umbruchs
– Alkoholabstinenz
– „hysterischer Krebsverdacht“
– Ausbleiben des Cluster-Kopfschmerz
„Bewusstwerdung“?
Post Scriptum
.
2. Chaos und Logos
.
3. “Aberglaube” und “Dennoch-Glaube”: Zum Wert von etablierter Symbolik trotz der prinzipiellen Beliebigkeit alles Symbolischen
„Prolog“: Ein Blog-Artikel-Kommentar zu dieser Thematik
Aberglaube und Dennoch-Glaube
Symbolsysteme?
Die „Metaebene(n)“
Rekursivität
Immer dran denken: Das Unterbewusstsein „denkt mit“
Assoziative und logische Verknüpfungsprinzipien
Primat des Assoziativen bei der inneren Arbeit
Achtsamkeit als Schlüssel
Subjektive versus intersubjektive Symbolsysteme?
Differenziertes Weltbild statt naives Korrespondenz-Denken
Die Ordnung „nach Außen“
Ein praktisches Beispiel in Anekdotenform …
Wege ins Bewusstsein
Gedanken in Bahnen halten?
Die Not zur Tugend machen: Aberglauben bewusst gestalten
Das Symbol in all seinen Ausprägungen
Die innere Arbeit eines Dennoch-Gläubigen
Die psychische Macht alles Physischen
Ein praktisches Beispiel: Die Chakren-Lehre
Konkrete Anwendung, jenseits des bloß rituellen „Selbstveredelns“
.
4. Hirams Mörder
Die multiple Perspektive auf den Stoff
Hiram, Lehrer des Menschengeschlechts …
Details des „ewigen Weges“ – die „Mörder“ und ihr Einfluss …
Ein geschichtlicher Schwenk: Spekulation „für ´nen guten Zweck“ …
Das Wesen von „Zivilisiertheit“ nimmt Form an …
Der schlimmste Feind: Dummheit!
Die Auferstehung
.
5. „Gott“ als Symbol: Die Eins in der Zweiheit: Der „Witz“, von dem (in Buch 4, Abschnitt 1: „Zur Religion“, § 10) die Rede war …
.
6. Zahlenspielereien …
[Abschnitte NULL bis ZEHN]
.
7. Sufi statt Suff … Warum „Gehirnwäsche“ nicht zwangsläufig ein Euphemismus ist …
Vorwort
Phase 1: an-nafs al-ammara – das tyrannische Ego
Phase 2: an-nafs al-lawwama – das tadelnde Ich
Phase 3: an-nafs al-mulhima – das inspirierte Ich
Phase 4: an-nafs al-mutma’inna – das zufriedene Ich
Phase 5: an-nafs ar-radiya – das erfreute Ich
Phase 6: an-nafs al-mardiya – das erfreuende Ich
Phase 7: an-nafs as-safiya – das reine Ich
Und „im Großen“? … ist jeder Mensch im Grunde ein Muslim
.
8. Der Ochse und sein Hirte: Eine kleine Geschichte aus der buddhistischen Gedankenwelt – als Koan auf dem Weg zur (unmöglichen) Interpretation sozusagen
.
9. Zur „Mystischen Schau“ – oder so …
Shinboru – Symbol (Film; Japan 2009): Allegorie eines Lebensweges?
.
10. „Level UP“: Dein letztes Ritual – 2014/09/11: als Diabolisches diabolisch aufgehoben ward …

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