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Fliegen

16. September 2011

Meinen geschundenen Körper lasse ich zurück
Und fliege befreit über die Stadt
Ich tauche ab, durchbrause die Gassen
Die Dunkelheit schimmert nur matt
Das Rauschen um mich drückt auf meine Ohren
Ich sause so schnell durch die Straßen
Vorbei an Geschrei in der Nacht und Gestank
Dringt betäubend in meine Nase
Mitleid in mir kommt auf für all jene,
die nicht so frei sind vom Schmerz.
Geschlagene Frauen, verlassene Söhne,
verhungernde Babys und mehr.
Ich selbst schätze mich glücklich,
dass ein anderer mir hilft
Meine Qual erleidet da draußen,
im Zweifelsfall wohl auch für mich innerlich stirbt.
Ich hoffe, seine Dienste fordern später keinen Preis.
Denn wer solches erlebte, der ist wohl zu allem bereit.
Ich habe Angst, dass er dann die Schulden eintreibt
Und weil ich nichts hab, mich meines Körpers enteignet
Auf dass ich dann wandle im finsteren Tal,
und das Unheil nur nicht fürchte,
weil ich es selbst hab erschaffen.
Doch in diesem Moment fliege ich nur.
Auf und davon.
Bis mich etwas zurückholt.
Bis etwas in mir zur Ruhe kommt,
lauf ich davon,
indem ich einfach nur fliege.

From → Gedichte, Literatur, Lyrik

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