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2. Du gehst

15. September 2011

Passierst das Schilf, das Ufergras, die Zweige zerren sanft
An deinem Kleid, das triefend schwer auf deiner kalten Haut noch klebt.
Das Rosenmuster blass – des Mohnes Schlaf verschlingt den Glanz.
Die Schminke längst zerlaufen und verschmiert auf deinen roten Wangen,
mischt sich widerspenstig mit der Erde deines flüssig Grab.
Es sei die letzte Reise – wenigstens die Glieder ruhn
Und müssen nicht mehr kämpfen,
weil die Strömung dich auf Händen trägt
Kalte, lange Finger, die dich fassen, doch nicht halten wollen,
sanftes Unbehagen wärs, was sie dich spüren ließen.
Die blutlosen Wunden haben längst sich erholt,
verfärbt nur noch die Striemen deines Halses.
Ein sanftes Scheiden aus der Welt, das doch nicht düstrer sein könnt.
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