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VI. Unerforschte Krankheit

2. September 2011

Der Schlag trifft mich eiskalt und zertrümmert schmerzlos meine Kniegelenke.
Ich klappe zusammen wie ein erlegtes Jagdwild.
Gefühllos – nur ein dumpfer Aufprall.
Leiche auf Linoleum.
Verrenke mir die Beine und liege gekrümmt am Boden.
Ich kann meinen Oberkörper ein wenig bewegen,
versuche mich zu drehen.
Ich erreiche eine einigermaßen annehmbare Position im Liegen,
Schreie kraftlos nach Hilfe, doch, in meinem eigenen Kopf schon
Verhallt der Klageruf bitter.
Gott war ein Traum,
Der Alptraum real.
Todeswimmern, inneres Schluchzen.
Letzter Wille kann Flügel ersetzen.
Arme beweglich, kaum ein Gefühl.
Taubheit der Muskeln, Taubheit des Hirns.
Alles verschwimmt nur um klarer zu werden.
Ich versuche mit beiden Armen den Boden fort zu drücken.
Kurz gelingt es, dann fällt er mir wieder entgegen.
Mein linker Ellbogen steht dem Druck nicht.
Eine schreckliche, unerforschte Krankheit.
Kataplexie ohne Beispiel, ich bin ein unerforschter Fall.
Nichts in mir ist erforschbar, weder für mich noch für andere.
Ich werde elendig sterben.
Ärgerliche Angelegenheit.
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