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III. Weiße Klarheit

2. September 2011

Krampfhafte Stille ruft, sehnt sich herbei,
Kehlige Schreie stöhnen mit letzter Kraft.
Krankhafte Müdigkeit pocht – wie dem auch sei,
konstante Wachheit nährt sich vom bitteren Saft.
Oh, die Sinne geschärft und reizbar, so klar.
Oh, der Blick konzentriert wie ein Laser, zerschneidet
Ohne Hemmung die Realität. Mein Kopf ist gar –
Ohne Spaß – Eine Waffe, die an Kälte sich weidet.
Kühl berechnend, effektiv gestaltet sie das Erleben.
Kontrolliert mich aggressiv, bin ihr heimlich ergeben.
Komischerweise fühl ich mich fast normal,
Klardenkende hingegen würden wohl Einspruch erheben.
So, hell! Der weiße Glanz blendet mich, lässt mich nicht rasten,
Spannt mich an, lässt mich einfach nicht in Frieden.
So was is zu göttlich für Menschen, wer trotzt solchen Lasten?
So ist nun der Körper verbraucht, doch der Geist noch am sieden.
Künstliche Zeit verliert ihre Bedeutung,
Oh, Ruhe erlangt Traumhaftigkeit,
Klarheit stellt längst nur noch Qual dar,
Schlaf dagegen lässt den Himmel erahnen.
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